Newsblog

Hier gibt es Rückmeldungen von KollegInnen und Neuigkeiten

19. Oktober 2021weitere Ergänzungen eingetragen
Die Vertrauensleute haben auf ihrer Seite veröffentlicht, wie das bei Listenwahlen mit der Verteilung der Mandate funktioniert. Das kann (hier klicken) nochmal nachgelesen werden.

Mehrere Kollegen, stellen mehrere Fragen:
1. Ergänzung: “Sind die Urnen versiegelt?”
Redaktion: Davon gehen wir aus. Sie müssen über Nacht weggeschlossen werden. Unversiegelte Urnen könnten einen Anfefechtungsgrund darstellen. Wir gehen davon aus, dass dem Wahlvorstand das aber bewusst ist.
2. Ergänzung: “Ist das mit der Briefwahl nun geklärt?”
Redaktion: Siehe Newsblog vom 15. Oktober. Die Vertrauensleute weisen nochmals darauf hin, dass die Briefwahl bis kommenden Freitag beantragt werden kann.
3. Ergänzung: “Stimmt das vom Wahlvorstand, mit der Quotenregelung?”
Redaktion: Ja. Die Vertrauensleute haben, wenn wir das richtig verstanden haben, nur ein Rechenbeispiel gebracht, um besser zu verstehen (Weil vielen Kollegen, die Verteilung der Mandate noch nicht klar war). Tatsächlich muss die Frauenquote (1 Mandat) bei Wikus mit berücksichtigt werden. Unsere Empfehlung: Schaut wo Frauen auf den jeweiligen Listen kandidieren. Die Frau mit den meisten Stimmen wird also definitiv in den Betriebsrat einziehen. Ob sich dann an der Zusammensetzung des Betriebsrats etwas ändert, bleibt fraglich. Mit dem “möglicherweise” hat der Wahlvorstand ja nur ‘vorsichtig’ darauf hingewiesen. Also beides korrekt, das Beispiel der VL zeigt wie die Mandate beim d’Hondt-Verfahren verteilt werden und es ist auch korrekt, dass es mind. 1 Frauen-Mandat geben muss.
4. Ergänzung: “Kommen wir da wieder hoch, wo das Wahllokal ist?”
Redaktion: Nach unbestätigtigten Rückmeldungen sollen die Karten nun wieder für diesen Bereich freigeschaltet sein.
4. Ergänzung: “Ihr müsst entschuldigen, aber viele Kollegen sind eben mißtrauisch. Sie haben uns über viele Jahre verar….”
Redaktion: Eure Meinungen sind uns wichtig…

18. Oktober 2021
Ein Kollege schreibt uns: “Gibt immernoch Kollegen, die der Meinung sind ein Betriebsrat bei Wikus ändert nichts. Überstunden werden genehmigt und bei zukünftigen Kündigungen stimmt der Betriebsrat zu. Es bleibt alles beim Alten. Was kann man solchen Kollegen sagen?

Redaktion: Die Kandidaten sagen, was sie machen wollen zum Thema “Überstunden“.
Bei “Pro Betriebsrat” (Liste 1) u.a. steht: “Unsere ersten Themen, die uns alle betreffen sind:
– Überstundenregelung (angeordnete Mehrarbeit)

Bei der “offenen Liste IG Metall” (Liste 2) steht: “…nur noch echte, freiwillige Überstunden zulassen wollen. Ein Zwang,…, wird es mit uns nicht mehr geben.
Die Wähler entscheiden, mit welcher Aussage sie mehr anfangen können.
Und sie sollten dann die von Ihnen Gewählten daran messen.

Zum Thema Kündigungen sagen:

Liste 1: “Wir sehen das Thema neutraler
Liste 2: “Kündigungen vermeiden, mit allen rechtlichen Mitteln

Des Weiteren: Müssen wir klar sagen, wenn Betriebsräte Kündigungen zustimmen, dann kommen sie ihrem Auftrag nicht nach. Begehen also eine Pflichtverletzung. Dann sollten die Vertrauensleute ein Amtsenthebungsverfahren (gem. 23 Abs. 1 BetrVG) gegen jene Betriebsräte anstrengen, die “Pflichten” des Betriebsrats (nämlich Arbeitnehmervertreter zu sein!) verletzen.
Fazit: Wählen gehen und die Gewählten an den Aussagen messen.

15. Oktober 2021
Zur aktuellen Briefwahlsituation bekommen wir ein paar Rückmeldungen.
Wir bitten euch zu prüfen, ggf. beim Wahlvorstand nochmals nachzufragen, ob ihr denn noch Briefwahlunterlagen erhaltet. Ihr könnt auch über die Vertrauensleute nachhaken lassen.

Zum Hintergrund: Auch wenn ihr Briefwahl beantragt habt, sogar schon losgeschickt, könnt ihr immernoch an der Wahl am Wahltag vor Ort teilnehmen. Eure Briefwahlunterlagen werden dann eben vernichtet. Der Wahlvorstand registriert das.

Auch wenn ihr zwei mal nun Briefwahlunterlagen haben solltet. Eure Stimme wird nur einmal gezählt. Aber sie wird gezählt.

Zusammengefasst: Briefwahl beantragen und/oder zur Wahl gehen. Fragt eure Vertrauensleute, sie werden euch unterstützen.

Ergänzung: Nach Rückmeldung, soll mind. 1 Kollege sein ausgelegtes Porto zurückerstattet bekommen haben.

14. Oktober 2021
Rückmeldung:
“Kam gut an bei den Kollegen, das Papier von der Liste 2” “Für ein paar Kollegen war es aber noch zu weich.”

“Ich habe verstanden, wie das mit den Pflichtstunden und den Abmahnungen ist, die ein paar Kollegen bekommen haben, weil sie Samstags zu früh abgehauen sind. Ich hoffe, dass der neue Betriebsrat das endlich hinbekommt.”

13. Oktober 2021: Jetzt herrscht Klarheit
Die Vertrauensleute und Kandidaten Liste 2 haben so eben ihre Postionen zur Betriebsratswahl veröffentlicht. “Klare Kante ist immer gut.” (Hier klicken) für die Liste 2 News.

13. Oktober 2021
“Auf dem aktuellen Aushang von ProBetriebsrat steht, das sie ja auch die Personenwahl gewollt hätten. Da stellt sich die Frage, warum wurde nicht mit den anderen zusammen gearbeitet? Man hätte demokratisch an der Urwahl beteiligt werden können.”


Redaktion: Das wissen wir nicht. Klar ist, dass die Vertrauensleute immer wieder warben für die offene Liste. Klar war auch, hier im Newsblog, dass nur eine Liste von der IG Metall eingereicht wird (siehe Eintrag vom 07. September). Klar war auch, dass diese Liste demokratisch aufgestellt wird.

11. Oktober 2021
Es herrscht in einigen Bereichen noch immer keine Klarheit.
“Wie viele Kreuze darf ich denn nun machen?” “Wie ist das mit der Beantragung der Briefwahl?”
Redaktion: Die Briefwahl könnt ihr beim Wahlvorstand beantragen. Aber keine Sorge, auch die Vertrauensleute helfen euch dabei.
Sie haben dazu kleine Formulare erstellt und geben Sie für euch ab. Da kommt nur euer Name und Geburtsdatum rein, Unterschrift, fertig. Dann bekommt ihr die Unterlagen nach Hause geschickt.
Briefwahl: Mit dabei ist ein “Freiumschlag”. D.h. Ihr wählt zu Hause. Habt aber nur ein Kreuz, für Liste 1 (Pro Betriebsrat) oder Liste 2 (offene Liste IG Metall) stimmen, Zettel in den Wahlumschlag und das Ganze mit dem anderen in den großen Umschlag. Den könnt ihr zur Post geben, oder gebt ihm an der Info ab. Ist aber alles beschrieben. Keine Sorge.

Ergänzende Rückmeldung:
“Als Ergänzung könnte man was zur Stimmenverteilung schreiben, wie das mit der Stimmenverteilung läuft, wenn man seine Stimme einer Liste gegeben hat.”
Redaktion:
Gerne. Da es nun eine Listenwahl gibt, wählt jeder nur eine Liste. D.h. man wählt immer alle einer Liste. Wenn eine Liste alle Stimmen bekommt, ziehen nur die ersten 11 in Betriebsrat als ordentliche Mitglieder ein. Aus dieser gleichen Liste rücken dann auch Mitglieder nach, wenn jemand krank ist, Urlaub hat oder ausscheidet.
Die Sitze werden nach dem sogenannten d’Hondt-Verfahren verteilt. D.h. Je nach Anzahl der Stimmen der Liste, werden die Mandate verteilt. Aber es werden immer nur die ersten der jeweiligen Liste (max. 11) in den BR einziehen. Bei der Personenwahl, für die die Vertrauensleute warben, wären, egal wo jemand auf der Liste stand, diejenigen mit den meisten Stimmen in den Betriebsrat eingezogen. (siehe dazu Newsblog vom 08-10. September, und weitere frühere Einträge)

Weitere Rückmeldung passend dazu:
“Warum hat dann die eine Liste 82 Kandidaten?”
Redaktion: Diese Kandidaten zeigen, dass sie hinter dieser Liste stehen. Die meisten Kollegen haben sich aus Solidarität mit aufgestellt, um Gesicht zu zeigen und diese zu unterstützen. Jedoch die ersten 24 Kandidaten der offen Liste, sind in geheimer Wahl von IG Metall-Mitgliedern und Kandidaten (auch Nichtmitgliedern) aufgestellt worden.
Wie die Liste 1 aufgestellt wurde, wissen wir nicht.
Dennoch sind die 82 ordentliche Kandidaten und genießen den besonderen, gesetzlichen Kündigungsschutz für BR-Kandidaten.

2. Rückmeldung:
“Es gibt wohl doch dieses Jahr volles Weihnachtsgeld?” “Da haben die Vertrauensleute einen echt anständigen Job gemacht.” “Hätten die nicht immer wieder auch wegen der Urlaubsgeldzahlung und der Coronaprämie so viel Druck gemacht, wer weiß wie es dieses Jahr gelaufen wäre.”

Redaktion: Danke für die Rückmeldungen. Die geben wir gerne an die Vertrauensleute weiter. Besser ist aber, wenn ihr es den Kollegen selbst sagt. Sie werden sich darüber sicher freuen.

3. Rückmeldung: “Aber auffällig ist das alles schon.”
Was meinst du?
“Naja, erst das Ding mit dem BSK und der Corona-Prämie und jetzt dieses mit dem Weihnachtsgeld. Alles noch vor den Betriebsratswahlen.”

10. Oktober 2021
Redaktion: Wir hoffen, dass die Jungs, insbesondere in der Strahlerei, sich heute morgen “nicht den A…abfrieren.”

Hintergrund: “Die Hälfte der Dachluken in Halle 3 und Halle 4 geht nicht zu und es ist arschkalt, arbeiten nur mit dicker Jacke möglich.” “Das heißt aber, wenn die Jungs Montag morgen hierein kommen, dass die Bude wirklich arschkalt ist. Vor allen Dingen in der Strahlerei, wenn da die Luken offen sind. Die würden da wohl im Moment nicht zugehen, aufgrund von irgendeinem Deffekt, der noch repariert werden müsste. Dann können sich die Leute dick einpacken, die da arbeiten müssen. Und die sind eh schon nicht zu beneiden für den Job da, bei den Bedingungen. Also das ist schon grenzwertig.”, vermeldet ein Kollege.

Redaktion: Nicht nur Hitze, sondern auch Kälte am Arbeitsplatz geht gar nicht. Dazu gibt es klare Regeln, an die sich gehalten werden muss, um Menschen am Arbeitsplatz zu schützen. Mehr Infos, bekommt ihr hier.

So muss, je nach körperlicher Belastung, die Temperatur in Räumen bei mind. 19 Grad Celsius, in Sozial-und Pausenräumen mind. 21 Grad Celsius betragen.
Ein Betriebsrat hat dabei die Pflicht zu überprüfen, ob der Arbeitgeber, die gesetzlichen Standards einhält. (weiter lesen…hier klicken)

08. Oktober 2021
Habt ihr auch Kugelschreiber und Feuerzeuge?”
Redaktion: Worauf bezieht sich deine Frage?
“Das eben die eine Liste sowas verteilt.”
Redaktion: Verstehe. Wenn die Vertrauensleute wollten, könnten sie immer wieder Kugelschreiber und Feuerzeuge verteilen. Aber eben nicht vor Wahlen.
“D.h. Ihr findet das falsch?”
Redaktion: Nein. Wir, als Redaktion mischen uns nicht ein. Aber die Vertrauensleute wollen eben keine “Geschenke” vor der Wahl verteilen – so wie wir es verstanden haben. Sie wollen sich auf die Arbeit und ihre Verbesserungen für die Kollegen von Wikus konzentrieren. Aber sprecht die Vertrauensleute und Kandidaten doch direkt an.

07. Oktober 2021
Kann es sein, dass die BSK-Stunden runtergefahren werden, weil der Betriebsrat dann kommt, und dann Überstunden dann nur noch freiwillig gemacht werden sollen?”
Redaktion: Auch bei freiwilligen Überstunden bestimmt der Betriebsrat. Auch in diesen Fällen muss die Mehrarbeit vom Vorgesetzten beantragt und vom Betriebsrat genehmigt werden. Jedoch werden selten freiwillige Überstunden von Betriebsräten abgelehnt.
Weitere Rückmeldung von einem Kollegen: Ich finde den Text von den Vertrauensleuten auf den Punkt gebracht, Danke.
Der Artikel, auf den sich diese Meinung bezieht, kann (hier klicken) nachgelesen werden.


06. Oktober 2021
Weitere Rückmeldung: “Kann es sein, dass die Stunden auf dem BSK loswerden wollen, weil danach der Betriebsrat bei Überstunden einen Strich durch die Rechnung macht. Und dann nur noch freiwillige Überstunden gemacht werden können?”
Redaktion: Auch freiwilige Überstunden müssen beim Betriebsrat beantragt und genehmigt werden. In der Regel verweigern BR aber keine freiwilligen Überstunden.
Weitere Rückmeldung: “Wir finden es gut, ich kann das Geld gut brauchen.”

05. Oktober 2021: Gut gemeint ist nicht gut gemacht.
Heute überschlagen sich die Rückmeldungen. Grund ist die Email der Personlabteilung sich die Überstunden auf dem BSK – Konto als Coronaprämie auszahlen zu lassen. Die Geschäftsführung habe das entschieden. Wir werden heute auf dem NB dazu die Meinungen widergeben.
1. Rückmeldung: Nicht die Kommission habe das entschieden, sondern die Geschäftsführung. “Die Kommission habe das begrüßt”, wird in dem Schreiben erwähnt, sei auch irritierend. Denn das spiegele die Sichtweise der Verfasserin der Email wider.
2. Rückmeldung: “Ist das überhaupt rechtens. Ich dachte eine Coronaprämie müsse an alle ausgezahlt werden, wie Urlaubsgeld?”
Redaktion: Scheinbar ist das Rechtens: Das Bundesfinanzministerium bejaht scheinbar diese Möglichkeit. Wenn jemand freiwillig auf seine Überstunden verzichtet oder diese gekürzt werden zugunsten einer Coronaprämie. Dazu darf aber vor dem 01.03.2020 kein Anspruch auf Vergütung von Überstunden bestanden haben. Mit dem BSK, dass häufig über “Pflichtmehrarbeit” gefüllt wurde, bestand kein Anspruch auf Vergütung. Damit ist die Vorraussetzung scheinbar erfüllt, diese in Form einer Coronaprämie abkaufen zu lassen?
3. Rückmeldung: In Teilen der Mannschaft käme die Regelung gar nicht gut an: “Die Email ist auf wenig Gegenliebe gestoßen. Betrachtet man diese ‘Coronaprämie’ unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung ist sie ein Witz. Wir haben immernoch Kollegen, die mehr als 40 Stunden minus auf dem BSK haben, sie können den vollen Bonus kaum oder gar nicht erreichen. Das nächste Problem ist, dass die Prämie an die Stundenlöhne gekoppelt ist. Ein Schlosser mit EG 6 muss 8 Stunden weniger arbeiten als ein Schweißer mit EG 4, um die volle Prämie zu bekommen. Es wäre meiner Meinung nach cleverer und gerechter gewesen, allen die Möglichkeit zu geben durch Mehrarbeit von meinetwegen 50 Stunden ungeachtet vom BSK und EG die volle Prämie zu erhalten.”
4. Rückmeldung: “Mich stört der Satz: …wollen jedoch die Möglichkeit für diejenigen Mitarbeitenden, welche immer immer wieder in hohem Maße Einsatz für das Unternehmen zeigen, nicht ungenutzt lassen.“, so ein Kollege deutlich verärgert.
5. Rückmeldung: “Was ist mit den Kolleginnen und Kollegen im Büro? Haben die keinen hohen Einsatz für das Unternehmen gezeigt?”
6. Rückmeldung: “So haben wir wenigsten was davon, und nicht nur Abzug von Steuern.”
7. Rückmeldung: “Was ist wenn ich das nicht will? Ich finde nicht, dass das ein Bonus ist. Was meint ihr dazu?”
Redaktion: Wenn wir das richtig gelesen haben, ist das freiwillig. (Hinter Ziffer 1)). Also keiner muss das Angebot annehmen.
Irritierend ist tatsächlich, dass es als “Unterstützungsleistung” dargestellt wird.
In Wirklichkeit ist es doch anders: Die Stunden auf dem BSK sind die erarbeitete Zeit der KollegInnen. Die wurden echt erbracht (häufig als Pflichtmehrarbeit). Wenn der Betriebsrat im Amt ist, muss für diese Stunden sowieso eine Lösung gefunden werden. Verfallen dürfen die Stunden nicht, sondern muss den KollegInnen in irgendeiner Form zur Verfügung gestellt werden. Dafür wird ein kluger Betriebsrat die Kollegen fragen, was mit den Stunden passieren soll.
Ein “Bonus” ist es für das Unternehmen. Warum? Weil sie, bei Auszahlung, über diese “Corona-Möglichkeit” ca. 25 Prozent “Lohnnebenkosten” sparen. Also bei 1000 €uro Auszahlung kostet es den Arbeitgeber normalerweise ca. 1250 €. Das liegt daran, dass sie auch die gleichen Sozialversicherungsbeiträge -wie die Arbeitnehmer- in die Alo-, Pflege, Kranken und Rentenversicherung und Unfallversicherung (die zahlt der Arbeitgeber allein) einzahlen müssen. Also der Arbeitnehmer bekommt normalerweise z.B. “1000 € brutto”, davon überweist der Arbeitgeber die Beiträge an die Sozialversicherung, und die Steuern an das Finanzamt. Der Netto-Betrag wird ausgezahlt. Der Arbeitgeber muss aber noch seinen Beitrag pro Arbeitnehmer an die Sozialversicherung verdoppeln und an die Unfallversicherung abführen.

Fazit: Der Arbeitnehmer bekommt alles netto, das ist erstmal ein Vorteil. Hat aber dafür weniger in die Rente eingezahlt und er bekommt es nicht extra (denn es ist ja sein Zeit/Geld). Denn die Arbeit ist ja gemacht worden. Den echten Bonus hat davon der Arbeitgeber. Er spart ca. 25 Prozent (Lohnnebenkosten).
8. Rückmeldung: “Die Jungs können sich doch freuen, auch mal was von ihrem BSK-Konto zu haben. Andere, die nichts dafür können, dass sie keine Stunden aufbauen konnten, haben nichts davon. Ich kann den Unmut schon verstehen.”
9. Rückmeldung: “Wird sich der Betriebsrat wirklich um die Stunden kümmern, sodass ich nicht das Nachsehen habe?”
Redaktion: Ja. Ein guter Betriebsrat wird sich zügig um das Thema “Arbeitszeitkonten” kümmern. Wie schon früher hier im Blog dargestellt, ist die “BSK-Regelung”, vorsichtig ausgedrückt, sehr fragwürdig. Arbeitszeitkonten sind ja in Ordnung. Aber nur wenn die Menschen entscheiden, was mit ihrer Zeit passiert. Dafür kann der Betriebsrat zügig eine Betriebsvereinbarung vorlegen und auch durchsetzen. Unterstüzung gibt es da auch gerne von uns, um das Thema zügig zu regeln. Als IG Metaller haben sie auf die größte Datenbank für Betriebsvereinbarungen – über 30.000 – zugriff. Auf das große Betriebsvereinbarungs-Archiv der Hans-Böckler-Stiftung. (Das ist Stiftung der Gewerkschaften). Diese gibt es seit 60 Jahren und unterstützt Betriebsräte und Gewerkschafter in vielen Fragen. (Mehr über die Hans-Böckler-Stiftung – hier klicken.)

weitere Rückmeldungen folgen…im Laufe des Tages

04. Oktober 2021
Die Gerüchte um die ehem. Werkzeugstahlabteilung verdichten sich: Es soll die ehm. WZS mit der QM zusammengelegt werden. Und der BR soll dann zusätzlich dazu. Auch unter den VL rumorte es, dass hier zusätzliche Kosten entstehen, obwohl soviel Leerstand sei.

01. Oktober 2021
Heute gibt es drei Themen:
1. Servietten für Ausbildung (in einem Imbiss in Spangenberg entdeckt)

Wenn es nach der Betriebsrats-Wahl dann eine Jugend-Auszubildendenvertretung (JAV) gibt, kann diese sich für die Stärkung der Rechte und die Qualität der Ausbildung gut kümmern. Was ist eine JAV? (Hier klicken)

2. “Wie funktioniert das eigentlich mit der Listenwahl. Da es ja 2 Listen gibt, haben wir eine Listenwahl. Was bringt es, wenn man nur eine Stimme für eine Liste abgeben kann, es sind aber über 80 Personen? Man kann ja seinen Favorit nicht wählen?”, so ein Kollege.
Redaktion: Das stimmt. Selbst wenn es eine dritte Liste -mit 2 Kandidaten- geben würde, kann man einzeln seinen Favourit nicht wählen. Sondern nur die ganze Liste.
Deshalb wollten die Vertrauensleute auch eine Personenwahl. Alle sollten auf die “Offene Liste IG Metall” kommen. Warum? Weil Gewerkschaften für einen Wahlvorschlag keine Stützunterschriften brauchen. Und: Offen. D.h. Es wurde nicht unterschieden zwischen Mitglied und Nichtmitglied.
Weiter: Alle Mitglieder und Kandidaten waren eingeladen dieser Liste dann eine Reihenfolge – durch geheime Wahl- zu geben. Das ist auch in zwei Teilen, damit möglichst alle teilnehmen konnten, passiert. (Siehe Newsblog am 7. September und folgende). Für die Vertrauensleute war klar: Alle drauf – Mitglieder und Kandidaten – geheim wählen lassen. Bis zur Abgabe konnten, dann noch weitere Kandidaten sich melden, die dann unten angefügt wurden.
Also: Die VL wollten Personenwahl, leider gab es dennoch eine zweite Liste. Nun hat jede/r nur ein Kreuz, statt 11.

3. In der ehm. Werkzeugstahlabteilung soll ein neues Büro, unter anderem auch für den Betriebsrat, entstehen. Dabei enstünden auch Kosten. Die aus Sicht einiger Kollegen völlig unnötig sind. “Es gibt schließlich ne Menge Leerstand. Kann man da als Betriebsrat was machen?”
Redaktion: Nach Rückmeldungen ist nicht klar, ob es da wirklich auch ein BR-Büro geben soll. Aber wenn: In § 40 Abs.2 Be­trVG heißt es da­zu, dass der Ar­beit­ge­ber da­zu ver­pflich­tet ist, dem Be­triebs­rat “für die Sit­zun­gen, die Sprech­stun­den und die lau­fen­de Geschäftsführung in er­for­der­li­chem Um­fang Räume, sach­li­che Mit­tel, In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik so­wie Büro­per­so­nal zur Verfügung zu stel­len.
Dass heißt, dass der BR das Unternehmen nicht verpflichten kann, welches Büro er zu Verfügung stellen muss. Es muss nur “angemessen” sein und für Arbeitnehmer im Betrieb erreichbar.

30. September 2021
“Der Blog funktioniert!”
Redaktion: “Was meinst du”?
“Heute hat der Wahlvorstand Infos zu den Briefwahlunterlagen veröffentlicht.”
Redaktion: Ist doch super.
Info: Auf Nachfrage bestätigten die Vertrauensleute, dass bis zum 22. Oktober 2021 Briefwahlunterlagen beim Wahlvorstand angefordert werden können.
Sie betonten, dass alle Kollegen, die Breifwahl machen wollen, auch von Ihnen Anträge erhalten.

29. September 2021
Es gibt Rückmeldungen von Kollegen, dass sie nicht wissen, wie lange die Zusendung der Briefwahlunterlagen dauert. Sie haben die Briefwahlunterlagen per Email angefordert. “Es gibt auch keine Rückmeldung vom Wahlvorstand.”
Redaktion: Bleibt dran. Fragt auch eure Vertrauensleute. Sie geben auch für euch, so die Rückmeldung aus der VK-Leitung, die Unterlagen mit ab. Auch sind über die Vertrauensleute Anträge für Briefwahlunterlagen zu bekommen.

28. September 2021
“Danke für euren Einsatz. Jetzt glaube ich auch, dass wir endlich einen Betriebsrat kriegen.”, schreibt uns ein Kollege.
Redaktion: Gern. Aber der Dank gilt den Aktiven und Vertrauensleuten, die sich von Beginn an so für euch eingesetzt haben.
“Irgendwie ist schon einiges anders. Ich kann nicht genau sagen, was es ist, aber auch die Vorgesetzten verhalten sich besser.”, meint ein anderer Kollege.

27. September 2021
Der Undercoverjournalist Günter Wallraff würdigt den Mut der Vertrauensleute bei Wikus. Dazu hat sein Verein “workwatch” einen Artikel zur Betriebsratswahl bei Wikus veröffentlicht. (hier klicken). Viele Menschen innerhalb Deutschlands sind begeistert was bei Wikus möglich ist. Am meisten sind Sie begeistert von der Tatsache, dass 82 (fast jeder sechste Mitarbeiter) Menschen auf der offenen Liste der IG Metall kandidieren. Ein Betriebsratsvorsitzender aus Nordhessen meldete zurück: “Bei Wikus weht wirklich ein Geist der Veränderung, Wahnsinn. Ohne Zweifel: Wer, wenn nicht diese Kollegen, bekommt es wirklich hin?”

Und seit heute ist es offiziell. Jetzt hängen alle Kandidatinnen und Kandidaten aus. Jetzt haben alle besonderen Kündigungsschutz und können beruhigt für sich und den Betriebsrat werben.

23. September 2021
2 Neuigkeiten:
1. Die Vertrauensleute klären zur Betriebsrats-Wahl auf. Wer, Wie, Was–> Jeder kann und sollte wählen.
Hier gehts zur Info der Vertrauensleute (Hier klicken)
2. “Wie isses eigentlich in anderen Betrieben mit Mehrarbeit? Wird da was bezahlt?”
Redaktion: Japp. In den tarifgebundenen Betrieben wird ab der ersten Mehrarbeitsstunde 25% Zuschlag bezahlt. Wer also bei einem der tarifgebunden Betriebe arbeitet, bekommt z.B. für eine Samstag-Frühschicht für 8 Stunden Arbeit, 10 Stunden bezahlt oder auf das Freizeitkonto. Bei Feiertagen oder anderer Schichtlage (Spät oder Nacht) kommen dann auch diese Zulagen noch oben drauf.

21. September 2021
“Was würde sich denn für uns ändern, mit dem Betriebsrat?”, fragt anonym ein Kollege aus der KDAF?
Redaktion: Zuerst kann der Betriebsrat die “Pflichtmehrarbeit” am Samstag untersagen. Denn der Betriebsrat hat hier ein zwingendes Mitbestimmungsrecht (§ 87 I Nr. 2 und 3 BetrVG). D.h. ohne Zustimmung des Betriebsrat geht hier gar nichts. Ein Betriebsrat kann aber bei einer solchen Form der Mitbestimmung eigene Vorschläge einbringen, die dann verhandelt werden müssen. Ein guter Betriebsrat fragt davor aber immer die Betroffenen, was sie genau wollen.
Vermutung: Wahrscheinlich ist das der Grund, warum gerade wieder so viele Leute für die KDAF gesucht werden.

17. September 2021
Mehrere kleine Rückmeldungen:
1. Ein Kollege bedankt sich über den Eintrag im Newsblog. (vom 16. September)
Redaktion: “Gerne. Ist doch für euch gedacht.”
2. Leider scheint es sich nicht nur um “direkte” Einstellungen in der KDAF zu handeln. Ein Kollege schickte uns gerade eine Ausschreibung auf Ebay-Kleinanzeigen zu. (Hier klicken)
3. Viele Kolleginnen und Kollegen sind beeindruckt von der Neuigkeit zur eingereichten Offenen Liste der IG Metall beim Wahlvorstand.
Facebook-Artikel (Hier klicken)
Homepage-Artikel (Hier klicken)

16. September 2021
Redaktion: “Danke für die Info.”
Ein Kollege berichtet anonym über aktuelle Situation in der KDAF:
“Es ist so. Der Rückstand wurde von den Mitarbeitern der KDAF so gut es ging mit vorhandenem Personal abgearbeitet. Zusätzlich wurden ja noch die Einbringschichten angeordnet. Die erreichten Kennzahlen sind sehr gut. Die zusätzliche Stunde Mehrarbeit bringt erhebliches. Die Kollegen machen ihre Arbeit, wir wissen schon was wir zu tun haben. Trotzdem taucht dann zufällig vor der Pause und abends um 22.15 Uhr der Teamleiter auf und kontrolliert, ob auch alle gut arbeiten. Reichen denn die guten Kennzahlen nicht aus?
Zumal es weder Schichtzulage noch Nachtschichtzuschlag gibt! Wen wundert es, dass im Moment niemand freiwillig zusätzlich noch Samstags kommen möchte? Die BSK-Konten sind irgendwann ausgeglichen, bei einigen ist das sogar schon der Fall. Das Zeitkonto mit dem man Stunden zur freien Verfügung ansammeln kann, soll uns eigentlich zustehen..
.”

Ergänzung eines anderen Kollegen: “Bei Wikus wird erzählt, dass in der KDAF 10 Leute “direkt” bei Wikus eingestellt werden sollen.
2. Ergänzung eines weiteren Kollegen: “Entgegen der Meinung einzelner klappt die Zusammenarbeit mit unseren Führungskräften in der KDAF gut. Wir freuen uns auf einen Betriebsrat, der ggf. zwischen den Ebenen vermitteln und schlichten kann.”

Redaktion: Wir geben auch weiterhin, den KollegInnen mit dem Newsblog die Möglichkeit ihre Situation zu schildern.

10. September 2021
“Geht das denn noch, mit den Kandidaten?”, fragt ein Kollege.
Anmerkung der Redaktion: Die Frage bezieht sich auf die von den Vertrauensleuten verschickte Email. Bei Kandidaturwunsch, könnten sich KollegInnen bei den Vertrauensleuten melden. Außerdem werde in der Email verdeutlicht dass, wenn alle auf der “offenen Liste der IG Metall” kandidieren würden, es zu einer Personenwahl kommen würde.
Antwort der Redaktion: Wir wissen nicht, ob die uns allen bekannte andere Liste gerade noch weiter sammelt, oder sich mittlerweile bei den Vertrauensleuten gemeldet haben. Gestern haben die Vertrauensleute eine Urwahl mit allen Mitgliedern und Kandidaten (die kandidieren wollten) durchgeführt.
Dennoch, so die Rückmeldung, sei die Liste nicht geschlossen. “Alle KollegInnen, die noch für den Betriebsrat kandidieren möchten, werden noch auf die Liste aufgenommen”, so die Rückmeldung aus der VK-Leitung.

9. September 2021
Urwahlen sind abgeschlossen. Die Vertrauensleute und das Redaktionsteam bedanken sich bei allen, die kandidieren und heute mit abgestimmt haben.

8. September 2021
“Können bei der Urwahl (Listenaufstellung der IG Metall – Liste) eigentlich alle mitmachen”.
Redaktion: Ja, alle die IG Metall-Mitglieder sind und alle Kandidaten. (Auch wenn sie keine Mitglieder sind.) Alle Kandidaten, die keine IG Metall-Mitglieder sind, bekommen den Zugang zur Abstimmung über die Vertrauensleute.

7. September 2021
“Was ist das für ne Einladung mit der Urwahl, die ich bekommen habe?”
Redaktion: Alle Mitglieder der IG Metall bei Wikus und alle die für den Betriebsrat kandidieren (auch Nichtmitglieder) haben für Donnerstag eine Einladung bekommen. Gewerkschaften haben das Recht eigene Kandidatenvorschlage einzureichen.
Eine Gewerkschaft funktioniert aber immer demokratisch, also stellen diesen Kandidatenvorschlag alle Mitglieder zusammen auf. Die Vertrauensleute haben dazu entschieden, alle die mit der IG Metall kandidieren wollen einzuladen, damit es wirklich demokratisch ist.
D.h. alle Mitglieder und Kandidaten, die auf der offenen IG Metall-Liste kandidieren, stimmen über die Reihenfolge des Vorschlages ab.

“Wenn ich euch unterstützen will, muss ich dafür irgendwas tun?”
Redaktion: Wenn du auch kandidieren willst, meldest du dich bei deinem Vertrauensmann.
Wenn du die aktiven der IG Metall-Liste nur wählen willst, musst du sie nur wählen.
Stützunterschriften für Wahlvorschläge werden bei einer Liste der Gewerkschaft nicht benötigt.

“Aber dann kommt es doch zur Listenwahl, oder?”
Redaktion: Aktuell wissen alle von einer Liste, die für sich wirbt. Wenn diese noch nicht eingereicht ist, können sie (die KandidatInnen dieser Liste) gerne auf der offenen Liste der IG Metall kandidieren. Die IG Metall wird nur eine Liste einreichen. Wenn es nur bei dieser Liste (also der offenen Liste IG Metall) bliebt, gibt es eine Personenwahl. Die Vertrauensleute wünschen sich eine Personenwahl bei Wikus.

5. September 2021
“Man muss doch immernoch aufpassen, oder? “

Was meinst du?
“Na, dieser Rechtsanwalt ist doch immernoch dabei – ein paar Sachen sind komisch?”
Redaktion: Das wissen wir nicht. Es bleibt dabei, (wie schon mehrfach hier im Block geschrieben) dass erst mit Aushang der KandidatInnen -durch den Wahlvorstand- der Kündigungsschutz beginnt. Und das ist erst nach dem 16. September. Denn bis dahin können ja Vorschläge eingereicht werden.

3. September 2021
Es erreichen uns viele Fragen, die wir hier in den nächsten Tagen ‘Schritt für Schritt’ beantworten wollen.
“Was ist denn da zwischen dem Wahlvorstand und den Vertrauensleuten die letzten Tage los, die Betriebsratswahl kommt doch nun definitiv?”
Redaktion: Wir mussten auch erstmal nachfragen, was da passierte:
Hierzu die Rückmeldung, die wir erhalten haben:

Es gab wohl Differenzen zwischen dem Wahlvorstand und den Vertrauensleuten bzgl. der Dauer der Wahl. (Also wie lange das Wahlbüro geöffnet hat.) Ursprünglich sei wohl der Plan des Wahlvorstands gewesen, das Wahlbüro von 11-23 Uhr zu öffnen. Hierin sahen die Vertrauensleute eine klare Benachteiligung der schichtarbeitenden Kollegen. Daher haben sich die Vertrauensleute in Abstimmung entschiedenden den Wahlvorstand und die Kollegen im Betrieb öffentlich darauf aufmerksam zu machen. “Immerhin konnten so dem Wahlvorstand noch zwei weitere Stunden abgerungen werden.”, so ein Vertrauensmann.

2. September 2021
Zurück aus der Sommerpause – die Redation des Newsblog ist auch wieder online. Rechtzeitig, wie wir gerade erleben. In den nächsten Wochen wollen wir die Zeit der Betriebsratswahl nutzen, um euch – wie gewohnt – eine Plattform zu geben. Meinungen, Gedanken und Fragen loszuwerden.

31. Juli 2021
Vor der Sommerpause des Newsblog noch ein paar kleine Neuigkeiten:
1. Heute wurden per Email viele Kollegen von den Vertrauensleuten informiert, dass Instandhalter, die besonders verschutze Polo-Shirts (z.B. durch Arbeiten in der Strahlerei) aufweisen, diese auch über Wikus reinigen lassen können. Um die großen, wie auch um die kleinen Probleme kümmern sich die Vertrauensleute. Gut so!

2. Einige Rückfragen gab es, wie es in Bebra bei “Vitesco (Conti) aktuell aussieht”, und ob “die nun wirklich in den Arbeitskampf (Streik) ziehen würden?”
Hintergrund: Vitesco wollte den Betriebsteil in Mühlhausen bis Ende 2022 komplett schließen und in Bebra von derzeit 845 auf 436 Arbeitplätze reduzieren. Erste Kündigungen wurden dazu bereits ausgesprochen. Die Menschen bei Conti schlossen sich in der IG Metall zusammen und erstritten eine Alternative und damit für alle eine echte Perspektive.
Nach 5 Verhandlungen und 3 Warnstreiks (davon ein 24-Stunden-Warnstreik) und der Urabstimmung, bei der 91,7 Prozent aller Mitglieder für einen unbefristeten Streik stimmten, knickte der Arbeitgeber in der letzten 40-stündigen Verhandlung ein und ging auf die IG Metall zu. Ergebnis:
Mühlhausen wird bis Ende 2024 bestehen bleiben und bekommt eine Perspektiv danach.
In Bebra werden “nur ca. 200 Arbeitsplätze” abgebaut, und das sozialverträglich. D.h. mit enormen Altersteilzeitmaßnahmen (Vorruhestandsregelungen), Freiwilligenprogrammen, etc. Bevor Kündigungen ausgesprochen werden können, muss der Arbeitgeber andere Maßnahmen ergreifen, z.B. Arbeitszeitabsenkung mit Teillohnausgleich…und vieles mehr…
Damit sind Kündigungen so gut wie ausgeschlossen. Sollten doch Kündigungen ausgesprochen werden, dann sind Abfindungen bis zu 180.000 Euro vereinbart worden.
Am gestrigen Freitag haben dann die Mitglieder mit 97,4 Prozent dem Verhandlungsergebnis zugestimmt. Damit ist das Thema Streik nun vom Tisch, und der Standort kann für die Zukunft entwickelt werden. Auch das wurde im Tarifvertrag vereinbart.

Wer gerne mehr über die Inhalte des Tarifergebnisses wissen möchte, kann das hier tun.

Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen einen angenehmen Sommer!

20. Juli 2021
Die Vertrauensleute sagten zu, das Thema in die nächste ASA-Sitzung mitzunehmen. (Siehe 19. Juli) Gerade, für die Kollegen, die zum heutigen Zeitpunkt kein Anrecht auf Reinigung haben, aber -durch sporadischen Kontakt- trotzdem kontaminierte Kleidung ertragen müssen. (Z. b. Sandstrahlanlage). Diese Kollegen sollten auch von der Endreinigung der Poloshirts -durch den Arbeitgeber- entlastet werden, so die Vertrauensleute.

Ergänzung:
Ein Kollege versteht die Aufregung nicht: “In der Regel bekommt man 3 davon. Es sollte selbstverständlich sein, dass so ein T-Shirt nach 1x tragen gewaschen wird. Das kann man ohne Probleme zu Hause machen. So furchtbar dreckig sind die nicht.”
Redaktion:  Aus dem Protokoll der ASA-Sitzung (06/2017) wird deutlich, dass die Kollegen der ‘Sandstrahlerei’ ihre gesamte Arbeitskleidung, also auch ihre Poloshirts, über die Firma reinigen lassen können, “da hier bei privater Reinigung in der heimischen Waschmaschine, diese durch den in den Textilien vorhanden Strahlstaub in Mitleidenschaft gezogen wird.”
Die Anfrage des Kollegen bezog sich auf Menschen, die auch, aber nicht nur, in der Strahlerei zu tun haben. Z.B. Instandhalter 
Die Vertrauensleute wollen sich dem Thema annehmen. Arbeit sollte immer, wie beim Thema ‘Hitze’, so wenig körperlich belastend (und auch finanziell) sein wie möglich.

19. Juli 2021
“Bei Wikus werden nur die Arbeitshosen gewaschen, das Polohemd aber nicht. Das Polohemd ist mir zu dreckig, um es zu Hause zu waschen. Wie ist die rechtliche Lage?”

Redaktion: Es kommt drauf an. Ist das Tragen des Poloshirts verpflichtend? Wird dazu evtl. eine Reinigungspauschale bezahlt? Legt der Arbeitgeber verpflichtend Wert auf Sauberkeit, auch der Poloshirts? Wenn diese Fragen mit “Nein” beantwortet werden, müssten wir die Sachlage genauer betrachten. Vermutlich wird Wikus nicht verpflichtet sein. Ist jedoch insgesamt “Schutzkleidung” zur Verfügung zustellen (zum Beispiel durch Richtlinien der Berufsgenossenschaft oder andere Rechtsquellen) und das Poloshirt gehört dazu, dann ist auch diese Reinigung durch Wikus zu tragen. Da gibt es ein Bundesarbeitsgerichtsurteil, was grundlegend aufklärt. (Hier klicken)

19. Juli 2021
Rückfragen zu Vitesco (Continental) in Bebra und “was denn da passiere” wollen wir hier beantworten.
Redaktion: In Bebra, bei Vitesco, sollen von 845 Arbeitsplätzen insgesamt 436 Arbeitsplätze übrig bleiben. Die IG MetallerInnen und Metaller haben entschieden, dass es mit ihnen und ihrer Gegend so einfach nicht zu machen ist. Sie haben die Forderung zu einem Sozialtarifvertrag aufgestellt. Nachdem es nach 5 Verhandlungen kaum Bewegung mit dem Arbeitgeber gab, haben die Mitglieder abgestimmt. Die Menschen wollen Entlassungen und massiven Arbeitsplatzabbau nicht einfach hinnehmen. Am Freitag stimmten dann 91,7 % der IGM-Mitglieder für einen ‘unbefristeten Arbeitskampf’ (Streik). (Mehr Infos bekommt ihr hier.)

Abschluss der Serie, was Vertrauensleute bisher erreicht haben
Zum Abschluss fassen wir zusammen:
Der Betriebsrat kommt. Sie sind öffentlich und informieren (Über die Infotafeln, Email, und hier auf der Vertrauensleute-Seite). Sie bringen Themen voran (Coronaprämie, Erhöhung des Urlaubsgeldes, Hitzemaßnahmen). Sie befragen die Menschen, und treiben ihre Themen voran. Erste Wertschätzungen erreichten Kollegen.
Fazit: Sie (die Vertrauensleute) haben schon viel bewegt!


17. Juli 2021
“Lecker”, “War gut”, “Toll, mal wieder mit den Kollegen zusammenzukommen.”- waren Rückmeldungen zum gestrigen Grillen. Die Umgebung der ‘Grillhütte Adelshausen’ tat das eigene dazu. Viele Gespräche konnten geführt werden.
Die Vertrauensleute werden nochmal, nach dem Sommer, einladen und damit dem Bitten der Kollegen folgen.   

Länger als geplant, standen die Kollegen zusammen und genossen den Tag.

15. Juli 2021
Das Wetter stimmt. Kaffee und Kaltgetränke gibt’s auch. Die Vertrauensleute sind bereit für das Grillen morgen in der Grillhütte Adelshausen.

14. Juli 2021
Unsere Sicht auf (Teil 3) auf Vertrauensleute:
Wir sind schon ziemlich begeistert, was die Vertrauensleute auf die Beine stellen. Sie machen es einfach, weil es Ihnen wichtig ist, sich einzumischen, und den Kollegen eine Stimme zu geben. Schon sehr früh haben aktive (später die Vertrauensleute) angefangen die “Rücknahme” oder die Wiedereinstellung von gekündigten Kollegen zu fordern. Dass bereits 8 von Ihnen wieder eingestellt wurden finden wir toll. Bei zwei weiteren wurde die Kündigung zurückgezogen. Auch, dass zumindest zeitweise, die ‘Pflichtsamstage’ -gerade in der KDAF- zurückgenommen wurden, können sich auch die Vertrauensleute durch ihre Rückmeldungen auf die Fahne schreiben. Aber es bleibt auch bei dem Thema “Pflichtarbeit und BSK” noch viel zu tun.
– Fortsetzung folgt –

13. Juli 2021
“Ich habe kein Bock auf dieses Doodle, dann esse ich eben nichts.”
Redaktion: Du wirst trotzdem nicht hungrig nach Hause fahren. Die Vertrauensleute wollten nur wissen, ob Wikus-Kollegen kommen wollen. Sie haben genug dabei, und auch eine zweite Bratwurst oder Cola ist für jeden drin. Zwischen 11 und 18 freuen sich die Vertrauensleute auf euch, und stehen am Freitag mit Grillzange bereit. (hier klicken zur Einladung)

Unsere Sicht (Teil 2) auf Vertrauensleute: Die Vertrauensleute informieren über die Infotafeln. Wer hätte das noch vor einem Jahr gedacht? Vieles regte dazu an, dass Menschen mitmachten und auch uns als Redaktion anschrieben. Die Vertrauensleute legen den Finger in die Wunde. Am 20. März (und auch danach) gab es nach langer Zeit wieder Wertschätzung für ‘Samstagsarbeitende’.
Die Ergebnisse der Umfragen nehmen die VL sehr ernst und werden sie weiter vorantreiben.
Aber auch die ‘kleinen Themen’ bewegen: Ein Team arbeitet streng an den Klimabedingungen, um auch an ‘heißen Tagen’ das Arbeiten angenehm zu machen. Auch hier wieder, nach Jahren, die VL treiben es mit voran.
Das Recht auf ‘mobile Arbeit’ ist ebenfalls ein Herzensthema, welches jetzt nach vorne gebracht werden soll. (siehe 09. Juni)
Vertrauensleute setzten sich in der Kommission für die Übernahme der 500 Euro Corona-Prämie (aus dem Tarifabschluss der Metall-Elektroindustrie) ein. Und regten auch frühzeitig die Erhöhung des Urlaubsgeldes an. Vielleicht wird der Denkanstoss -eine zweite Coronaprämie zu zahlen- nochmals aufgenommen.
– Fortsetzung folgt –

12. Juli 2021
Nach einer Besprechung gab es eine Debatte darum, was Vertrauensleute bereits alles bewirkten – bei Wikus. “Was haben sie, aus eurer Sicht (aus Sicht der Redaktion), alles erreicht?”, fragen Kollegen.
Unsere Sicht (Teil 1) auf die Vertrauensleute:
Es waren erste Aktive (die später Vertrauensleute wurden), die uns anriefen, die von Kündigung Betroffene zusammen holten, und die Einleitung der Betriebsratswahlen beschlossen. – Also ohne diese Aktiven keine Betriebsratswahlen. (siehe Newsblog vom 08. Dezember 2020)
Die später gewählten Vertrauensleute beschlossen auch, dass die IG Metall den Wahlvorstand rechtssicher mit einsetzen lässt. Sie stimmten, um keine Zeit zu verzögern, dem Vorschlag von “Wir 4” zu.
1. Fazit: Ohne diese heutigen Vertrauensleute keine Betriebsratswahlen bei Wikus.
– Fortsetzung folgt –

Ergänzung: “Der Aushang von heute ist doch das Gleiche, was ihr schon geschrieben habt.”, schreibt ein Kollege. (Er bezieht sich auf den Newsblog vom 08. Juni)
Redaktion: In der Tat. Allerdings ist das nochmal die offizielle Bekanntmachung der Geschäftsführung. Dass der Wahlvorstand sich vom W.A.F. schulen lässt ist nicht zu beanstanden. Allerdings sind diese, als private Anbieter, nicht günstig.
Als Gewerkschaft sind wir auch die größte Bildungsorganisation von Betriebsräten- und Wahlvorstandsschulungen in Deutschland. Und: Wir müssen dabei kein ‘Geld verdienen’.
Auf Anfrage stehen auch wir gerne zur Beratung zur Verfügung.

09. Juli 2021
Kurzer Bericht zur letzten Vertrauenskörperleitungs-Ausschusssitzung der IG Metall- Nordhessen:
Die VK-Leitung von Wikus traf sich vorgestern wieder mit Kollegen von Daimler, Bode, Rheinmetall, ZF Luftfahrtechnik, Phönix Armaturenwerke, Volkswagen Group Services, Airbus, Alstom (ehm. Bombardier) u.a. Im Mittelpunkt standen wieder Berichte zur aktuellen Lage in den Betrieben und betriebliche Themenschwerpunkte. Viel wurde über das Thema “Umgang von Führungskräften gegenüber Mitarbeitern” gesprochen, und welche Wege u.a. bei ZF Luftfahrtechnik dabei eingeschlagen wurden. Beim Thema “mobile Arbeit” wurde heiß diskutiert. Die Wikus-VK-Leitung verdeutlichte, dass das Thema auch bei den KollegInnen im Homeoffice ein Thema sei, und der Wunsch nach weiteren Möglichkeiten “Nach-Corona”, zumindest für eine bestimmte Anzahl an Tagen, stark ausgeprägt ist. Die Kollegen von Bode und Daimler sagten Wikus Unterstützung zu, und lassen ihre betrieblichen Regelungen der VK-Leitung Wikus zukommen.  
Auch wurde kurz darüber berichtet, dass bei Wikus die Betriebsratswahlen nun anlaufen. Auch hier sicherten die VK-Leiter der Betriebe wieder ihre Unterstützung zu.

Ergänzung zum 08. Juli 2021:
Die Vertrauensleute hatten bei der Beantragung zur Einsetzung des Wahlvorstandes, um den Prozess nicht weiter zu verzögern, dem Vorschlag von “Wir 4” zugestimmt. Siehe dazu die Beantwortung der Vertrauensleute am 15. April. (Hier klicken)

08. Juli 2021
Gute Nachrichten: Gestern wurde der schriftliche Beschluss zur Einsetzung des Wahlvorstandes durch das Arbeitsgericht versandt. (Der Beschluss ist vom 15. Juni).
Als Wahlvorstandsmitglieder wurden (auch mit Zustimmung der IG Metall) Claudia Kaiser (Vorsitzende), Martin Hentschel, Alexandra Steinbach-Krug benannt. Als Ersatzmitglieder  für den Wahlvorstand wurden benannt: Corinna Böttner, Julia Fiege, Dirk Heimel – Allen wünschen wir viel Erfolg bei der Organisation der Wahl.
Nach Ablauf der Einspruchsfrist können die Mitglieder des Wahlvorstandes ihre Arbeit aufnehmen. Die Betriebsratswahl kommt! 

07. Juli 2021
Die Vertrauensleute freuen sich über die hohe Nachfrage zum Grillen. Und versichern nochmal allen Kolleginnen und Kollegen, dass die Bratwurst und Getränke wirklich für sie kostenlos sind (siehe 5. Juli). Im Vordergrund stehe das gemeinsame “etwas Zeit verbringen und schnuddeln.”

05. Juli 2021
Die Vertrauensleute laden alle Wikus-KollegInnen zum Grillen in die Grillhütte Adelshausen am 16. Juli ein.
Einladung der Vertrauensleute (hier klicken)

Was gibt es ?
Gegrilltes, Kaltes, Infos zur Betriebsratswahl
Wann: 16. Juli von 11 – 18 Uhr
Es sind alle Willkommen.

29. Juni 2021
“Was sagt ihr denn zu den Aussagen im aktuellen Protokoll?”
Redaktion: Sollen wir zu allen Punkten was sagen oder nur zu bestimmten?
“Nein, zu allen.”
Redaktion: Erstmal. Alle Achtung! Wir können uns vorstellen, dass das Protokoll nur einen Bruchteil der Diskussionen widerspiegelt. Aber gut auf den Punkt gebracht.
Zum Thema Hitze: Dazu haben wir am 18. Juni die gesetzlichen Vorgaben dargestellt.
Wir finden es gut, dass hier sich Menschen Gedanken machen und scheinbar auch umsetzen wollen. Wenn die Beschlüsse umgesetzt werden, kann der Arbeitsplatz tatsächlich angenehmer werden. Schön, dass die GF das Thema ernst nimmt.

Zum Thema Corona-Prämie: Hier müssen wir der Geschäftsführung zustimmen. Wenn die evtl. Anpassung des Urlaubsgeldes auf 0,7 bereits im letzten Jahr, unter Voraussetzung der wirtschaftlich besseren Lage,  angekündigt wurde, dann ist es so korrekt. Warum? Weil es ein “erwartbares” Urlaubsgeld gewesen sein kann. Wenn das der Fall ist, wäre es ein Bestandteil des (jährlichen) Einkommens und ist damit nicht mehr  Corona-Prämienfähig. Warum? Der Gesetzgeber will, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern “extra” was ‘Gutes’ tun. Erwartbares Urlaubsgeld wäre dann “kein extra”. Somit könnte das Finanzamt das als ‘Mogelei’ wahrnehmen. 
Wirklich schätzenswert ist, dass die Umfrage der Vertrauensleute ernst genommen wurde.

Aber zum Thema Auftragslage.
Die nächsten Monate werden unter “Volllast” laufen, so wird es dargestellt.
Skeptisch sind wir bei der Aussage: “Die Zielsetzung wurde mit den verfügbaren Ressourcen erreicht.” Wurde die Pflichtmehrarbeit hierbei bereits (von Anfang an) eingeplant?

Die “verfügbaren Ressourcen” würden sich sicher über ein “Extra”-Corona-Bonus freuen, der, wenn er “extra” gezahlt wird, für das Finanzamt kein Problem darstellt.  (Vor allem für Jene, die in den letzten Monaten besonders belastet waren.) 
Ansonsten freuen wir uns, dass die wirtschaftliche Lage scheinbar kein “reines Auffüllen der Kundenläger” mehr ist. Die (Wieder-)Einstellungen begrüßen wir.

Alles zusammen: Ein Protokoll mit Aufbruchstimmung.

28. Juni 2021
Die Vertrauensleute bedanken sich, über die Infotafeln, für die gestiegene Solidarität bei Wikus. (Hier klicken.

25. Juni 2021
Das Thema ‘Personal’ bei Wikus lässt viele Kollegen nicht los.
Einerseits wird uns eine Anzeige von Ebay-Kleinanzeigen zur Einstellung als Leiharbeiter bei Wikus zugeschickt. (Hier klicken)
Ein anderer Kollege schickt uns eine Stellenanzeige der Fa. Röntgen, die jedoch ‘direkt und fest’ einstellen. Der Kollege fragt: “Ob die Schwierigkeit, Mitarbeiter zu finden – nicht auch daran liege, dass die Konkurrenz direkt einstellt?”
Ein weiterer Kollege merkt an, dass “EG 4 würde ja bedeuten, dass ein Leiharbeiter schon nach 5 Monaten so viel verdient wie ein Festangestellter bei Wikus der Jahre bzw. Jahrzehnte bei Wikus arbeitet, mit der entsprechenden Erfahrung und Flexibilität.”

Redaktion: Danke, für eure Meinungen und Rückmeldungen.

Ergänzung: Auf Bitten soll nochmal deutlich gemacht werden, dass die Anzeige (siehe 21. Juni) auf EG 4 (BAP-Tarif) Bezug nimmt. Die oben dargestellte Anzeige wirbt mit 14,00 €/Stunde Einstiegsgehalt. – “Wahrscheinlich deutlich schlechtere Konditionen”, so der Kollege.

Einige Kollegen fragen, was die “Mitarbeitervergünstigen” (z.B. Adidas, Apple, Sky, etc.) zu bedeuten hätten?
Unsere Mutmaßung: Hier werden Leiharbeiter mit besonderen “Extras” gelockt.
Häufig schließen Unternehmen besondere Verträge mit Dienstleistern ab. In der Regel mit Rabatten für die Mitarbeiter.
Ein Kollege macht eine Rechnung auf: “Was kostet ein Skyabo? 30 €/Monat?
Wenn ich ihm dann 1 € weniger pro Stunde zahle, Wieviel habe ich dann als Verleiher trotzdem verdient?”

21. Juni 2021
Ein Kollege schickte uns eine Stellenausschreibung für Leiharbeiter bei Wikus zu.
Die Anzeige, eingestellt in das Netzwerk “Xing” verdeutlichte, dass nach EG 4 (des TV BAP) eingestellt würde. Der Kollege ist überfragt, “warum trotzdem kein Leiharbeiter bei Wikus anfängt?”

19. Juni 2021
“Kleine Freundlichkeiten machen das Leben besser.”
Gestern Nachmittag brachte ein Kollege -in seiner Freizeit- seinen Kollegen Eis vorbei.
Die Kollegen haben sich über diese Geste sehr gefreut.

Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die begeistern.
Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen ein schönes Wochenende!

18. Juni 2021: Teil 2 “Hitze”
Das Thema “Hitze” erregt die Gemüter. Ein Kollege meinte eben:
“Das stimmt gar nicht, dass nichts getan wird.”
“Vor 10 Jahren wurde auf Ansage –von ganz oben– das Eisauto abgeschafft! 
Knuffen, Schuften, Kundenaufträge abarbeiten. Keine gute Lüftung, kein echter Sonnenschutz – aber das Eisauto musste abgeschafft werden. Danke, Liebe Geschäftsführung.”


Ergänzung: Viele Kollegen schicken uns Bilder von Thermometern. Dabei ist TOP 1: Mit 37,9 Grad aktuell an der Spitze. TOP 10, der uns zu gesandten Bilder: 30,5 Grad.

18. Juni 2021
“Unerträglich, wie jedes Jahr.” Redaktion: “Was meinst du?”
Temperaturen von über 30 Grad in einigen Bereichen. Aber es ändert sich nichts.

Anmerkung der Redaktion: Solche Arbeitsumstände sind nicht zulässig. Hier hat der Gesetzgeber den Arbeitgebern einen verpflichtenden Stufenplan aufgebeben. Es ist ganz klar bestimmt was ein Arbeitgeber tun muss, um solch belastende Arbeitsbedingungen abzustellen. Dazu gibt es für Arbeitgeber verpflichtende Handlungsstufen. 26, 30 und 35 Grad. (Das gilt auch für Büros). Lest hier, was hier zu tun ist.

Ergänzung: Die VL berichten gerade, dass Mitglieder der Kommission dazu mit den Verantwortlichen bereits im Gespräch sind, um Maßnahmen zu besprechen. Auch die Vertrauensleute sind von vielen Kollegen bereits darauf angesprochen worden. Weitere Infos sollen folgen.
Am Ende dieses verlinkten Artikels (hier klicken), könnt ihr euch noch die “Gute Arbeit” zum Thema Hitze herunterladen.

17. Juni 2021
Die Vertrauensleute veröffentlichen nun die Ergebnisse der Umfrage zur weiteren Coronaprämie. Dazu schrieben sie die Geschäftsführung an. (Hier klicken.)

17. Juni 2021
Die Umfrage ist geschlossen. Die Ergebnisse werden von der Vertrauensleuten zeitnah veröffentlicht.

16. Juni 2021
Die Vertrauensleute sind beeindruckt von der nochmals erhöhten Teilnahme (im Vergleich zur letzten Umfrage). Sie werden die Ergebnisse zügig veröffentlichen.

15. Juni 2021
Die Vertrauensleute bedanken sich bei Renè Spangenberg und Norbert Bernhard, auf der Vertrauensleuteseite. (Hier klicken)

14. Juni 2021
Ergänzung zum Eintrag am 13. Juni. Ein Kollege ergänzt, dass “ein kurzfristig erkrankter Leiharbeiter, nach seiner Krankheit nicht mehr gekommen ist. Genaueres wissen wir nicht, warum.” Es sei “anscheinend nicht so einfach qualifiziertes Personal zu finden.”

13. Juni 2021
“Wisst ihr schon, dass es scheinbar schwierig ist für Wikus  Leiharbeiter zu finden, die auch kommen und bleiben wollen?”, fragt ein Kollege.  Redaktion: “Wie meinst du das?”
“Naja, ich habe gehört, dass -mindestens in einem Bereich- Leiharbeiter erst gar nicht angetreten sind und sich nicht mal abgemeldet haben.” 
Redaktion: Können wir nicht verstehen. Wir haben hier im Newsblog dargestellt, was die Kollegen verdienen. Nicht wenige meldeten zurück, dass “sie dann, spätestens nach 15 Monaten mehr verdienen, als viele Festangestellte bei Wikus.”
Eine, von drei Leiharbeitsfirmen, warb sogar mit € 14,00/Stunde als Einstiegslohn. Wir sind also überrascht.
Unsere Gedanken: Vielleicht wäre es doch Zeit für ne echte Rückholoffensive der Gekündigten? Auch können wir uns vorstellen, dass direkte Arbeitsverträge mit Wikus attraktiver sind.
Ergänzung: Die großen Industrien der Region, allen voran die Automobilindustrie und deren Zulieferer, schauen gerade -größtenteils- sehr optimistisch in die Zukunft. Viele Betriebe brummen und stellen auch wieder vermehrt ein. Wir können uns vorstellen, dass auch das einer der Gründe sein kann – vor allem, wenn es um Fachkräfte geht.

13. Juni 2021
“Worum geht’s genau bei der aktuellen Umfrage?”
, fragt ein Kollege.

Erklärung der Redaktion: Die Geschäftsführung stockt nun für dieses Jahr das Urlaubsgeld von 0,5 auf 0,7 Gehälter auf. Die Vertrauensleute wollen von euch wissen, ob diese Aufstockung (als Coronaprämie) netto ausgezahlt werden soll.
Die Idee dahinter: Das Unternehmen spart sich für diesen Teil die Arbeitgeberanteile der Sozialversicherung (z.B. wären 300 Prämie (brutto) an einen Mitarbeiter normalerweise Kosten für das Unternehmen von ca. 370 €) und die Beschäftigten bekommen diesen Teil netto. ‘Haben also mehr in der Tasche.’ Also erstmal eine ‘win-win’-Situation. Günstiger für das Unternehmen und mehr netto für die Beschäftigten. Aber den Vertrauensleuten ist eben wichtig, ob das von allen auch so gesehen und so gewollt ist.
Hier geht es zur anonymen Umfrage. Diese endet am 16. Juni.

09. Juni 2021 Neue Umfrage zum Urlaubsgeld
Die Vertrauensleute haben zum Urlaubsgeld eine neue Umfrage gestartet. Hier klicken.
Die Vertrauensleute bitten um Teilnahme.

09. Juni 2021
Kollegen befürchten, dass die Azubis in der Produktion als ‘Lückenfüller’ ausgenutzt werden.
“Natürlich ist es toll, dass sie raus kommen und den Betrieb kennen lernen. Aber das können sie auch in vielen Bereichen.”
, merkt ein Kollege an. “Dass sie so lange an einem Platz sind, macht doch eigentlich deutlich, dass sie hier nicht mit ‘klassischen Ausbildungsinhalten’ versehen werden.”, so der Kollege weiter.

3. Juni 2021
Positive Rückmeldung zur Impfkampagne bei Wikus. Rückmeldungen zur Folge, kam das Angebot über die 75 Impfungen -die über den Betriebsarzt Dr. Brückner verabreicht wurden- gut an. Unseren Informationen zu Folge, waren das Vakzine von Johnson & Johnson. Diese seien bekannt dafür, dass nur eine Impfung  notwendig ist. Die Kolleginnen und Kollegen freuen sich über das Geschenk in Richtung ‘Normalität’.

1. Juni 2021
Die ersten Kollegen freuen sich, dass sie einen ‘neuen’, ‘alten’ Kollegen begrüßen konnten.
Damit ist gemeint, dass ein ehm. gekündigter Kollege nun wieder zurück im Betrieb ist.
Die Vertrauensleute freuen sich darüber, und auch die Kollegen.

Klarstellung der Redaktion:
Der Newsblog ist ein Medium aller Kollegen bei Wikus. Hier sollen auch bewusst einzelne Meinungen abgebildet werden. Diese stellen nicht immer die gesamte Realität von Wikus dar, sondern sind immer Einzeldarstellungen der betroffenen Kollegen.
Dennoch bieten wir den Kollegen diese Plattform, um auch in Zukunft weiterhin ihre Sichtweisen zur Geltung zu bringen. Die Vertrauensleute sind ausschließlich für die Seite der “Vertrauensleute” verantwortlich.


27. Mai 2021
Eine ‘starke Flut’ an Rückmeldung vieler Kollegen erreichte uns und die Vertrauensleute. Durchweg positiv kam der letzte Podcast der Vertrauensleute bei den Kollegen von Wikus an. Viele hoffen, dass “sich jetzt mal was bewegt” und einige bleiben trotzdem skeptisch. Viele sind auch “dankbar, dass es mal jemand endlich ausspricht. Die Menschen wollen einfach nicht für ‘dumm’ verkauft werden,” so ein Kollege.
Hier ist der Podcast nochmal zum download und reinhören.

Eine Kollege fragt, warum die Leiharbeiter “übertariflich” bezahlt werden, bei Wikus aber dem “Tarif” hinterherhängen. (Der Kollege bezieht sich auf den Eintrag vom 24. Mai 21).
Kurze Antwort: Weil Wikus selbst nicht “tarifgebunden” ist, weder durch einen direkten Tarifvertrag (Haustarif) noch durch eine “Vollmitgliedschaft” im Arbeitgeberverband der ‘Hessischen Metallindustrie’. Die Zeitarbeitsfirmen sind aber zu 95% – Mitglieder in den entsprechenden Arbeitgeberverbänden. (BAP und iGZ)

Weitere Nachrichten:
Der Artikel über die Vertrauensleute (hier) bei Wikus auf der Internetseite der IG Metall Nordhessen und in den sozialen Medien (Facebook, Instagram) findet auch viel Anklang. 

Am Samstag kommen eure Vertrauensleute das erste Mal zu einer Präsenzsitzung zusammen. Der Umgang mit den Umfrageergebnissen steht, neben vielen anderen Themen, mit auf der Tagesordnung. Wir können wieder gespannt sein, was demnächst von den VL kommen wird.

25. Mai 2021
Die Vertrauensleute haben zur aktuellen Situation wieder einen Podcast produziert.
Hier könnt ihr den Podcast auch runterladen.

24. Mai 2021
Kollegen fragen konkret an, was denn “übertarifliche Zahlung nach BAP” für Leiharbeiter auf der online-Stellenanzeige bei ‘team-time’ bedeute. 
Unsere Antwort: Es gibt zwei große Arbeitgeberverbände für Zeitarbeit in Deutschland BAP und iGZ. Hier gibt es mehr Infos dazu. Hinter diesem Link ist auch erklärt, was es mit dem Branchenzuschlägen auf sich hat.

Die Großen DGB-Gewerkschaften haben, um den Lohndumping eine Untergrenze einzuschieben, mit beiden Arbeitgeberverbänden Tarifverträge abgeschlossen. Mit den Branchenzuschlägen sollen sich die Leiharbeitskollegen in 5 Schritten dem üblichen Entgeltniveau der jeweilige Branche annähern. D.h. die Grundentgelte sind in allen Branchen gleich, die Zuschläge aber variieren.
Wir haben für euch die aktuellen Auszüge aus den Tariftabellen (der Metall- und Elektroindustrie) mal hier vorbereitet. Aus dem Anforderungsprofil von team-time wird deutlich, dass die Kollegen mindestens in EG 3 (des Tarifvertrages für Leiharbeitnehmer) bei Wikus eingruppiert werden müssen. Wenn also in der Stellenanzeige beschrieben wurde, dass sie “übertariflich” bezahlt werden, dann nehmen wir an, dass es über den hier dargestellten Entgelten sein wird. Bitte befragt eure kommenden Kollegen aus der Zeitarbeit dazu. Zeigt ihnen auch die Tabelle.
Wikus selbst zahlt an die Leiharbeitsfirma einen vereinbarten Satz. Davon behält die Leiharbeitsfirma einen Teil und zahlt den Rest an die Zeitarbeiter. Wir beraten die Zeitarbeitnehmer, wenn etwas nicht stimmt. Normalerweise überwachen so etwas auch die Betriebsräte im Entleiherbetrieb (hier Wikus). Da es bei Wikus so einen (noch) nicht gibt, könnt ihr mithelfen. 

Dass heißt, dass nach 15 Monaten in EG3 der Stundenlohn bei € 21,10/Stunde liegen muss.
Auch die Aussage “Urlaubs- und Weihnachtsgeld” sollten wir genauer beleuchten. Auch dazu gibt es eine Tarifliche Regelung.

Auszug aus dem aktuell gültigen Entgeltrahmentarifvertrag mit BAP

Außerdem erhalten die Kollegen ab 2021: 25 Tage Urlaub im ersten Jahr.
D.h. mit “übertariflich”, würde es mehr Geld, Sonderzahlungen oder Urlaub geben. Denn diese Bedingungen sind nur “Mindestbedingungen.”
Ergänzend: In vielen Betrieben (z.B. in der Stahlindustrie) gibt es ergänzende (Haus-)Tarifverträge mit Personaldienstleistern und Betriebsvereinbarungen, die “equal pay” vom ersten Tag an vorsehen. Deshalb sind in diesen Branchen, auch Leiharbeitsplätze, besonders begehrt.

22. Mai 2021
Einige Rückmeldungen zum Protokoll der Kommission:
Unter den Kollegen herrscht Unverständnis über die Entscheidung der Geschäftsleitung. Vereinzelt kam auch die Aussage, dass “die Gekündigten alle absagen sollen, vielleicht werden die dann mal wach!” Ein Kollege beim Schränken denke über eine Rückkehr nach, einige hätten bereits abgelehnt.

3. Puzzleteil zum Podcast vom 17. Mai
“Ich kann mich an einige Dinge so auch nicht erinnern, aber der Satz des mittlerweile verstorbenen Mitarbeiters werde ich niemals vergessen.: ‘Wir sind hier in Spangenberg, hier brauchen wir keine geheime Wahl!’ Außerdem ist doch bekannt, warum das Ganze so aus dem Ruder gelaufen ist. Es war ein Mitarbeiter, der wohl meinte in ewiger Schuld der Firma bzw. unserem Senior zu stehen. Er hatte ja auch im weitesten Sinne familienbedingte Arbeitsbedingungen”, so die Ergänzungen eines Kollegen. 

21. Mai 2021: Neuer Eintrag
Gerade brüskieren sich einige Kollegen, über eine “Auszeichnung”, die heute beim Netzwerk LinkedIn, von Wikus im eigenen Profil, eingestellt wurde. (Hier klicken) Es wird dargestellt, dass das eine Auszeichnung für ökologische und soziale Nachhaltigkeit sei.

Nach einigen Recherchen der Redaktion von toll-wikus.de fanden wir zu dem Zertifikat, dass es kein gewonnener Preis ist, sondern eine bezahlte Dienstleistung, die je nach Ergebnis dann bewertet wird.  Auf der Homepage von Eco Vadis (hier klicken) leiten sie den ersten Satz ein: “Bei der EcoVadis CSR-Bewertung handelt es sich um eine entgeltliche (!) Dienstleistung[…]. 
Das Zertifikat bezieht sich größtenteils auf die Lieferketten, nicht auf eigene innere Standards. Einige dieser Fragen bezögen sich auf (gesetzliche) Mindeststandard, die in Deutschland oder Europa sowieso eingehalten werden müssten. (So einige, auch wissenschaftliche, Kritiker dieser Praxis).
Irritierend ist, dass da etwas von “Auszeichnung” steht, wenn diese bezahlt werden muss. “Einen Doktortitel muss man sich auch erarbeiten”, meint ein Kollege.
Unsere Meinung: Die Ehrung mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille würde uns mehr beindrucken. Obwohl: Es gibt tatsächlich mittlerweile viele Kollegen bei Wikus, die diese höchste hessische Auszeichnung verdient hätten oder zumindest auf dem Weg dahin sind.

21. Mai 2021
“Ihr habt es damals schon gesagt, hier auf dem Blog.” Meint ein Kollege. Ein anderer “wir sind sauer und verunsichert.”.
Heute kam das “Protokoll” der Kommission heraus, auf dem dargestellt wurde, dass Mehrarbeit angeordnet, 6 gekündigte Kollegen wieder und 12 Leiharbeiter zusätzlich eingestellt würden.
Was meinen die Kollegen?
Am 24. und 25. März wurde von uns hier im Blog schon dargestellt, dass die Situation angespannt sei. Und dass es zur echten, sozialen Verantwortung gehöre, bevor Leiharbeiter eingestellt würden, dass die Kündigungen zurückgezogen werden müssten. (25. März, damals ging schon das Gerücht rum – Leiharbeiter)
Auch haben wir dargestellt, dass die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung schon sehr lange bekannt sind. (24. März) Aber erst jetzt -nach den letzten Abfindungsvergleichen der letzten gekündigten Kollegen-, Leiharbeiter eingestellt werden. Die aktuelle Entwicklung ist seit Monaten im Betrieb spürbar (siehe Blogeinträge vom 14. Januar, 24. Januar, 26. Januar, 12. Februar, 4. März, 16. März und weitere).
Die Verunsicherung ist demnach klar. Von Pflichtmehrarbeit (Januar) zu “Freiwilliger Mehrarbeit” (Februar und folgende) zur angeordneten Pflichtmehrarbeit und Einstellung von Leiharbeitern. Wer wäre da nicht verunsichert?

Update: Die Vertrauensleute wollen die “unsichere Stimmung” in ein ‘gemeinsames  Vorwärts’ verwandeln. “Wenn klar ist, was wir alle für wichtig empfinden, dann werden das alle auch für sich einfordern. Dann sollten wir alle danach handeln.”, meint ein Vertrauensmann. Die Vertrauensleute bitten ums Mitmachen. Hier klicken. 

20. Mai 2021
Was ist denn nun los? Heute prasselten viele Anfragen, Rückmeldungen und wütende Aussagen von verärgerten Mitarbeitern über Wikus bei uns ein. Auch ergänzende Erinnerungsteile zum Podcast liegen uns vor.
1. Zuerst schickten uns einige Kollegen eine Onlineanzeige von “team-time” zu (eine Leiharbeitsfirma), in der verdeutlicht wird, dass in einem Betrieb in Spangenberg für Arbeiten u.a. “Richten von Sägebändern, Zuschnitt von Sägebändern, etc.” Mitarbeiter in Produktion gesucht werden. Die Kollegen sind sauer, weil sie nicht nachvollziehen können, “was das soll”.

2. Weiterhin sind Kollegen ‘stinksauer’, weil in der Fräserei, Normac Schleifen und Schränken zusätzliche Nachtschichten und Frühschichten (Samstags) “bis auf Widerruf” ‘angesagt’ wurden. Also Pflichtüberstunden.

3. Fragen Kollegen aus der HM, ob ein Vorgesetzter einfach entscheiden darf, dass ab 10 Stunden plus auf dem “BSK” erst in das Zeitkonto gebucht werden kann. Sie fragen, warum dass eigentlich ein einzelner Vorgesetzter entscheiden darf. Hier befürchten die Kollegen, dass auch hier wieder “Unangenehmes” auf sie zu rollt, denn es wurde ihnen gesagt, “dass sie die Salden ausgleichen sollten.”

Redaktion: Wir berichten hier nur, für die Kollegen. Aber wir fragen uns wirklich, was ist da los? Da der eigentliche Plan zur Umstrukturierung war, dass ab 01. April alle Maßnahmen umgesetzt sind und dann alles ‘normal’ läuft. 

Ein weiteres Puzzleteil zum Podcast (vom 17. Mai 2021):
Ein Kollege meldete zurück, “dass in dem Podcast leider nicht deutlich geworden ist,  wie Hr. Dr. Kullmann mit mehr Urlaub und regelmäßigem Weihnachtsgeld geworben hatte, wenn die Gewerkschaft draußen bleibt. Da hätte der Punkt, mit den finanziellen Vorteilen, die uns versprochen wurden, noch besser dargestellt werden können“, so der Kollege.

19. Mai 2021
Vielen Kollege melden sich direkt oder bei den Vertrauensleuten. Sie berichten von ihren Erfahrungen und Details aus der gescheiterten Betriebsratswahl von 2010. (Der Podcast, siehe 17. Mai 2021, stieß bei vielen Kollegen auf hohes Interesse.)
Wir werden ‘Stück für Stück’ die Erinnerungen, durch die Rückmeldungen der Kollegen, ergänzen.

1. Puzzleteil: Bericht eines Kollegen.
“Also meiner Meinung nach hatte die IG Metall damals vor ca. 10 Jahren zuerst zur Betriebsratswahl einen Termin festgesetzt. Die Geschäftsleitung hat dann ihren Termin zur Belegschaftsversammlung auf den selben Tag gelegt. So kam das, meine ich, dass es beide Veranstaltungen am gleichen Tag gab. In der Pause gab es üppig Essen, so waren die Mitarbeiter schonmal eingestimmt auf das was noch kommen sollte. Man wurde schon vorab beeinflusst. Weiß jetzt nur nicht, was das nach dieser Zeit noch für ne Rolle spielt. Leider alles lange her. Zu 100 Prozent weiß ich es auch nicht mehr. Jedenfalls waren die beiden von der IG Metall nicht darauf vorbereitet was da kam. Die hatten einfach nicht damit gerechnet was da passiert. Die hatten einfach gedacht, eine ganz normale Betriebsratswahl in Gang zu setzen. Die waren überrumpelt. Man kann denen eigentlich keinen Vorwurf machen. Ich weiß auch noch, dass ein Mitarbeiter aus der Hartmetall  aufgestanden ist und protestieren wollte, gegen die Rede von Herrn G. (Leider lebt der Mitarbeiter nicht mehr. Der hatte einen tödlichen Autounfall.)
Herr G. meinte zum dem Kollegen, er hätte ja keine Prokura usw.
(sei also kein leitender Angestellter, A.d. Redaktion) und hat weiter geredet. So wurde alles im Keim erstickt.”

Ergänzung eines 2. Kollegen zum 1. Puzzleteil:
Herr G. war damals technischer Leiter mit Prokura. Er wurde aufgefordert, die Versammlung zu verlassen. (Leitende Angestellte dürfen nicht an einer Wahlversammlung teilnehmen, A.d. Redaktion). Daraufhin sprach Herr G. ins Mikrofon und sagte, dass alles rechtmäßig sei und er ‘für diesen Tag die Prokura abgegeben hätte’ und von seinem Wahlrecht gebrauch machen wollte.”

Redaktion: Wir  sagen “Danke” für diese Erinnerung.
Weitere Puzzle-Teile folgen. Bitte schickt uns oder gebt eure Erinnerung an die Vertrauensleute weiter.


18. Mai 2021
Die Vertrauensleute haben heute die Ergebnisse der Umfrage betriebsintern veröffentlicht (per E-Mail und Aushang). “Diese Umfrage zeigt ehrliche Ergebnisse an”, so ein Vertrauensmann. “Das waren 132 Meinungen, die wir ernst nehmen.” 
Mit den Ergebnissen wollen die Vertrauensleute in den kommenden Monaten arbeiten. Sie nehmen den Auftrag der Verbesserung bestimmter Themen an. Danksagung der Vertrauensleute.

Einige Rückmeldungen zum Podcast erreichten uns. Viele Kollegen haben andere Detailerinnerungen an die Belegschaftsversammlung. Wir als Redaktion möchten diese Erinnerungen zusammenfassen. Deshalb bitten wir euch, diese Erinnerungen mit den Vertrauensleuten oder direkt mit Koll. Köppe zu teilen. Wir werden das ‘Puzzle der Erinnerungen’ dann hier zusammenfügen.

17. Mai 2021: Große Überraschung. Geschichte der letzten Betriebsratswahl – als Podcast
Die Vertrauensleute kommen heute mit ihrer Überraschung um die Ecke.
Sie haben einen Podcast produziert, der die gescheiterte Wahlversammlung nacherzählt. Dazu hat uns ein Kollege, der damals dabei war, ein Interview gegeben. Der Podcast kann auf der Seite der “Vertrauensleute” oder hier angehört und runtergeladen werden.

In den nächsten Tagen werden auch die Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht.

16. Mai 2021
Heute kommen die Vertrauensleute wieder zu ihrer Sitzung online zusammen.
Sie werden heute darüber abstimmen, wann und wie die spannenden Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht werden. Viele weitere Themen stehen auf der Agenda. Die kommende Woche wird also hier im Newsblog wieder ereignisreich.

12. Mai 2021
Die Vertrauensleute werben, an den Infotafeln und per Email nochmal für die Teilnahme an der Umfrage. Hier geht es direkt zur Umfrage.

7. Mai 2021
Die Vertrauensleute bedanken sich jetzt schon für die rege Teilnahme an der Umfrage (siehe 6. Mai). Ende kommender Woche werden die Ergebnisse veröffentlicht. Auch gibt es in der kommenden Woche noch die ein oder andere “Überraschung”.

6. Mai 2021
So nun ist die Umfrage der Vertrauensleute online. Die Vertrauensleute möchten damit nur Anhaltspunkte von euch, was bei Wikus angepackt werden müsste. Sie bitten um rege Teilnahme. (hier klicken)

5. Mai 2021
Die Vertrauensleute sprechen gerade über verschiedenen Themen bei Wikus. Ankündigung: Dazu wird es diese Woche noch einiges an Infos geben.

Ergänzung: Auch sind wieder neue Grußworte, diesmal von Buderus eingetroffen. (hier klicken)

Wir sind gebeten worden, die 1. Mail -Veranstaltung, die online stattfand, hier nochmal einzustellen. Die Themen, die Musik und die Menschen seien toll gewesen, “sodass die Wikus-Kollegen das auch davon wissen sollten. Ich fand die toll, und auch Themen, die bei Wikus aktuell sind, kamen darin vor”, so ein Kollege.

Von uns: Gerne. Hier ist der Link zur Online-Veranstaltung. Hier klicken.

30. April 2021
Kurzer Bericht: Die Leitung der Vertrauensleute kam letzten Dienstag das erste Mal mit den VK-Leitungen der anderen nordhessischen Betriebe zusammen. (KMW, Alstom, Daimler, Vitesco, Finoba, VW etc.) Sie berieten über die letzte Tarifrunde und diskutierten kritisch über das was gut gelaufen ist. Neugierig hörten sie dabei den drei Kollegen von Wikus zu, waren neugierig und boten auch für die Zukunft ihre Unterstützung an. Die wurden schnell  ein Teil des Vertrauenskörperausschusses. Und beschlossen alle KollegInnen bei Vitesco (ehm. Conti) in Bebra zu unterstützen, die um ihre Arbeitsplätze kämpfen. (Sie unten)

Zu den Betriebsratswahlen: Viele Kollegen haben ein hohes Interesse an den Betriebsratswahlen. Jedoch wissen viele noch nicht wie das genau läuft, sind unsicher. Dazu werden noch einige Informationsveranstaltungen von uns angeboten. Die Vertrauensleute können euch auch schon beraten. Wichtig ist, dass jede/r Arbeitnehmer/in zum Betriebsrat kandidieren kann. Und das Recht dazu hat.

Auszug aus dem letzten Protokoll der Kommission: “Zum jetzigen Zeitpunkt stehen dem Unternehmen lediglich ein Flugblatt der IG-Metall und keine Detail-Informationen zu den Tarifabschlüssen zur Verfügung. Daher kann von Seiten Geschäftsführung noch nicht abschließend beurteilt werden, wie WIKUS sich zum Tarifvertrag positionieren wird.”
– Sind wir angesprochen worden, ob wir nicht “nochmal eine Übersicht zum Tarifabschluss darstellen können.” (Bild: siehe unten)

Die Vertrauenskörperleitung bat uns, genauere Informationen zur Verfügung zustellen, die sie gerne an die Geschäftsführung weiterleiten wollen. Das haben wir gerne gemacht.

Erläuterung zum Bild: Bis Juni 2021 werden 500 € netto, – als “Corona-Beihilfe” gezahlt. Ab Februar 2022 gibt es dann eine weitere jährliche Sonderzahlung. Das T-Geld (Transformationsgeld) i.H.v. 18,4%. Das erhöht sich dann ab Februar 2023 auf 27,6 %. Diese T-Geld kann zur Vermeidung von Kündigungen eingesetzt werden. z.B. durch Absenkung von Arbeitszeit, mit dieser Zahlung als Teil-Entgeltausgleich.

30. April 2021
Die Vertrauensleute freuen sich über die neuen Infotafeln, die gerade überall im Betrieb angebracht werden. Hier wurde die Zusage von Herrn Utech, scheinbar, umgesetzt.

Des Weiteren sind die Vertrauensleute auch ab sofort über eine Emailadresse erreichbar unter: Vertrauensleute@toll-wikus.de.

Und: Die Vertrauensleute haben Solidaritätsgrüße an die Kolleginnen und Kollegen von Vitesco in Bebra versendet. Auf der Seite der Vertrauensleute könnte ihr diese nachlesen. (Hier klicken) Die KollegInnen kämpfen gerade um den Erhalt von vielen Arbeitsplätzen und guten Lösungen, um Kündigungen zu vermeiden oder Betroffenen eine hohe Sicherheit zu geben – mit einem Sozialtarifvertrag. Mehr Infos bekommt ihr hier.

Und zum Schluss: Liegt ein neuer Solidaritätsgruß, vom Betriebsrat der Firma Eschmannstahl, für die Kolleginnen und Kollegen von Wikus vor. Den findet ihr auf der Seite Grußworte.

26. April 2021
Die Vertrauensleute haben gestern Abend über 3einhalb Stunden getagt.
Sie haben viel über die aktuelle Situation bei Wikus, vor allem die Personalsituation diskutiert. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass auch ihnen der Gesamtüberblick fehle. Deshalb haben sie beschlossen eine anonyme Umfrage, hier auf der Homepage, im Laufe der Woche zu starten. Sie wollen die Sichtweisen der Kolleginnen und Kollegen abholen. Das ist ihnen am wichtigsten. Mehr Infos kommen dazu im Laufe der Woche.

Herzlichen Glückwunsch an Nico Siemon. Er wurde gestern, einstimmig von den Vertrauensleuten, als Vertrauensmann nachbenannt. Diese Nachbenennung, weil noch nicht alle Wahlmandate vergeben waren,  muss noch durch den Ortsvorstand der IG Metall Nordhessen bestätigt werden.

23. April 2021
Die nächste Vertrauensleutesitzung steht an.
Die Vertrauensleute sind für die Kolleg:innen in ihrer Freizeit aktiv. Sie engagieren sich, wo sie können. Die nächste Sitzung findet am Sonntagabend online statt. Sind deine Themen dabei?

22. April 2021
Auf Bitten einiger Kollegen: Hier ein kurzer Bericht zur Infoveranstaltung vom Mittwoch. (siehe Newsblog vom 15. April 2021):
Gestern kamen zu zwei Infoveranstaltungen viele Interessierte Online zusammen. Wir sprachen über die “Rolle des Betriebsrats”. Ganz konkret, welche Rolle das Bundesarbeitsgericht dem Betriebsrat zuschreibt. Und warum das wichtig ist, für das Rechtsverständnis und das Handeln der Betriebsräte. Weiterhin sprachen wir über die Rechtsstellung von Vertrauensleute im Betrieb, und welche Möglichkeiten der Kooperation, Unterstützung aber auch der Kritik sie haben.
Anschließend haben wir nochmal das gerichtlichen Einsetzungsverfahren des Wahlvorstands dargestellt und weshalb, wie etwas genau ablief.
Besonders spannend war es für viele, was der Unterschied zwischen einer Personen – und einer Listenwahl wirklich ist. Wie eine Personen- und wie eine Listenwahl zustande kommt, und wie die Stimmen gezählt und die BR-Mandate berechnet werden.
“Die Personenwahl ist die demokratischere Möglichkeit”, meinte ein Kollege ganz konkret.

Die nächste Online-Versammlung folgt. Die Vertrauensleute werden auch hier wieder für euch interessante Themen beraten.

22. April 2021
Kollegen berichten:
In der konventionellen Härterei laufe es zur Zeit nicht “rund”.  Nachdem die gekündigten Kollegen nun fort seien, das Schichtmodell von 3 auf 4-Schicht verändert wurde und aktuell einige Kollegen durch Krankheit fehlten, müssen Anlagen immer wieder wegen Personalmangel  -über eine komplette Schicht- abgestellt werden. So seien die Prozesse immer wieder unterbrochen und die Aufträge können nur durch Verzögerung abgearbeitet werden.

Ergänzung: Eine Schichtmodellveränderung (von 3 auf 4-Schicht) benötigt auch einen Personalausgleich. (“Man habe die zwei ‘Gekündigten’ ersetzt, hat aber niemanden der einspringen kann, und die Urlaubszeit käme ja auch noch.” )

16. April 2021
Neues zur Einsetzung des Wahlvorstandes – Neuer Gerichtstermin.
Der bisher geplante Termin, als Anhörungstermin, am 05. Mai 2021 ist verschoben worden. Das ist gut! Das ist gut?
Warum? Weil das Gericht dem Antrag der IG Metall zugestimmt hat, alles an einem Termin (ohne vorherige zusätzliche Anhörungstermine oder Gütetermine) durchzuführen. Dafür war es aber notwendig,  dass “Wir 4” und das Unternehmen nochmals Zeit bekommen, ihre Begründung für  Einsetzung des Wahlvorstandes bzw. die Ablehnung der Wahlversammlung abschließend schriftlich darzulegen. Das wurde auch so vom Gericht angeordnet.
Durch diese Verschiebung, so steht es auch in der “Umladung” zum neuen Termin, wird dem “begründeten Antrag” (Eilbedürfnis) der IG Metall stattgegeben.
Was heißt das konkret? Ohne dieses Eilbedürfnis hätte so ein Einsetzungsverfahren evtl. auch mehrere Monate dauern können. Durch den Antrag der IG Metall wird aber nun klar gestellt, dass der Termin nun auf den 16.06.21 verschoben wird. Bis zu diesem Termin müssen die anderen beiden Akteure “Wir 4” und Wikus, abschließend Stellung nehmen. 

Es ist also ein bisher gutes Signal und wir erwarten, dass es zu keinen weiteren Verzögerungen kommt.

15. April 2021
Heute gibt es verschiedene Informationen:

Die Vertrauensleute haben ihre Werte, für die sie bei Wikus einstehen, veröffentlicht. Klickt dafür hier. Auch haben sie Fragen beantwortet, die wieder an sie gestellt wurden. Zudem ist die Personalabteilung von den Vertrauensleuten angesprochen worden, das Thema “Überstunden” grundsätzlich zu klären.

Eine weitere Rückmeldung aus einem Bereich liegt uns vor. Am Mittwoch musste ein Kollege aus der KDAF in die Galvanik wechseln, da dort Leute fehlen. Heute musste ein weiterer Kollege in die FB 200 und wurde dort sogar gefragt, ob er nicht noch Samstag und Sonntag arbeiten könne, wenn er denn wolle. “Unter Corona ist das ein unverantwortliches Handeln gegenüber den Mitarbeitern. Und es widerspricht ihren eigenen Corona-Regeln (Hallentrennung und so)”, so der Kollege.

Die Vertrauensleute haben wieder zu einer Online-Infoveranstaltung eingeladen.
Alles um das Thema Betriebsratswahl soll hier besprochen und dargestellt werden. Es gibt wieder 2 Termine für den 21.04.21. Wer auch dabei sein will, meldet sich bei den Vertrauensleuten.

14. April 2021
Die Geschäftsführung bestätigte uns, dass die Vertrauensleute die offiziellen Aushangmöglichkeiten im Betrieb nutzen können. Nach der Betriebsratswahl sollen für die beiden Organe neue Aushangmöglichkeiten, in Absprache, geschaffen werden. D.h. die Vertrauensleute werden euch auch über die Infoboards informieren.

Außerdem: Es gibt nochmal eine Korrektur zum Eintrag am 7. April.

13. April 2021
Gestern Abend diskutierten die Vertrauensleute über das Ansinnen des Unternehmens und “Wir 4” (siehe Eintrag vom 12. April 2021). Die Vertrauensleute besprachen und beschlossen dem Antrag zur Einsetzung zu folgen, da nun, durch die Absage des Unternehmens, “das Scheitern” der Wahlversammlung gegeben ist. Daher kann die IG Metall nun auch ihre Einladung zur Wahlversammlung zurückziehen. Jedoch, so die Vertrauensleute, sollte von der IG Metall ein eigener ergänzender Antrag vor Gericht gestellt werden, in dem die Schnelligkeit (Dringlichkeit) hervorgehoben werden sollte.  
Dieser Ergänzungsantrag ist heute an das Arbeitsgericht Kassel gegangen. Auch liegt uns bereits ein erster Gerichtstermin vor. Es ist der 5. Mai 2021.

Der Ergänzungsantrag ist auch per E-Mail an “Wir 4” und die Geschäftsführung geschickt worden. Weiterhin wurde die Geschäftsführung gebeten den Vertrauensleuten geeignete Aushangmöglichkeiten (“schwarze Bretter”) zur Verfügung zustellen. Damit könnten die KollegInnen sich auch vor Ort informieren.

12. April 2021
Heute erhielten wir eine Email von “Wir 4”. In dieser wurde uns dargestellt, warum sie nun  von der Einladung zur Wahlversammlung absehen würden. Und dass sie nun das Verfahren zur gerichtlichen Bestellung des Wahlvorstandes eingeleitet haben. Wir baten, zur Überprüfung, uns den Verfahrensantrag zu zusenden. Was umgehend passierte.
Kurze Zeit später erhielten wir eine Email von der Geschäftsführung, dass sie unter den gegebenen Bedingungen von einer Versammlung absehen und diese absagen würden. Beide baten die IG Metall diesen Weg zu unterstützen.

Gedanken der IG Metall: Wir finden erstmal toll, dass unser Vorschlag “des Scheiterns” von “Wir 4 und der Geschäftsführung” angenommen wurde. (Siehe dazu 26. März, hier im Newsblog). Wir werden heute noch alles rechtlich überprüfen, und dann morgen den Akteuren im Betrieb mitteilen. Aber erstmal: Gut. Der Wahlvorstand, und damit die Betriebsratswahl, kommen.

10. April 2021
Uns meldete ein Kollege, dass gestern Abend (in der KDAF) die Liste für die “freiwillige Mehrarbeit” leer war.
Der Kollege empfand, dass das “eine Schlagzeile im Newsblog” sei.
Und, dass wenn niemand gezwungen wird, zur Samstagsarbeit, auch scheinbar niemand kommen möchte.

8. April 2021
Die Vertrauensleute antworten heute das erste Mal öffentlich. Sie gehen in einem offenen Brief auf ihnen gestellte Fragen ein. Den Brief findet ihr auf der Seite der Vertrauensleute.

7. April 2021
Heute berichteten mehrere Kollegen:
In einer Versammlung berichtete der Abteilungsleiter, dass in der KDAF HM wohl in den nächsten Monaten Kollegen aus der Hartmetall aushelfen würden müssen. D.h. in den nächsten Monaten wird es Personalmangel geben. Die Kollegen der Hartmetall könnten sich aussuchen, wann sie Überstunden machen wollten. Auch Sonntags- und Nachtarbeit sei möglich. Die Kollegen könnten sich aussuchen in welches Konto diese Stunden gehen sollen.
Kollegen haben nachfragt, ob es denn auch mal Zuschläge gäbe.
Hierauf konnte der Abteilungsleiter nicht antworten. “Dies sei nicht von ihm zu entscheiden.”

Korrektur: Es war nicht ganz klar, so ein Kollege, ob die Auswahlmöglichkeit der Konten so von der Führungskraft angesagt wurde. 
“Tatsächlich sind aber die letzten Stunden, bei einigen, im BSK drin”, so ein Kollege.

6. April 2021
Neues nach Ostern.
Ein Kollege ist nach Ostern überrascht: “In der HM KDAF ist nur ein Kollege.”
Wo ist der Rest? “Krank, Urlaub oder gekündigt. Mehrere Kollegen wurden aus der HM abgezogen. D.h, dass wieder “freiwillige” Samstagsarbeit auf sie wartet.”
“Es scheint”, so der Kollege, “dass das Umbauprogramm funktioniert.”

Weiterer Bericht:
Am Samstag beschlossen die Vertrauensleute aktiv Fragen zu beantworten. Bis Ende dieser Woche sollten sie hier veröffentlicht werden. 

1. April 2021
Am kommenden Samstag (03. April) findet  die nächste Vertrauensleutesitzung statt.
Aktuelle Themen aus dem Betrieb und die Vorbesprechung der Wahlversammlung stehen auf der Tagesordnung. Wollt ihr, dass eure Themen dabei sind?  Sprecht bitte eure Vertrauensleute an! 

Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen bei Wikus:
Frohe Ostern! Und ein angenehmes, langes Osterwochenende!

31. März 2021
Heute trafen sich die selben Personen wie beim letzten Mal (siehe 26. März 2021).
Es sollte heute die Fortsetzung des gemeinsamen Gesprächs von Freitag stattfinden. Jedoch wurde heute ausgiebig über einen Vorschlag der Geschäftsführung diskutiert. 
Nach rechtlicher Prüfung durch die IG Metall birgt dieser Vorschlag rechtlich sehr hohe Risiken für den Wahlprozess und die Rechtssicherheit. Das wurde auch mit “Wir 4” besprochen. Aus Sicht der IG Metall ist aktuell eine Versammlung -mit den empfohlenen Hygienestandards des Gesundheitsamtes- bisher alternativlos. Das heißt: Am 19. April findet die Wahlversammlung statt. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Geschäftsführung (siehe 15. Februar 2021 hier im Newsblog) alle Vorbereitungen dazu trifft. Auch haben wir weitere Gesprächsbereitschaft gegenüber “Wir 4” angeboten, um das Thema Wahlversammlung gemeinsam anzupacken.

30. März 2021
Passend zum aktuellen Tarifergebnis der Metall – und Elektroindustrie, erzählte ein Kollege heute die Geschichte zur Bezahlung bei Wikus. Es hätte damals ein anderes Lohnsystem bei Wikus gegeben. Und auch “Überstundenzuschläge”. Im Lauf der Jahre habe es mehrmals Änderungen der Arbeitsverträge der Mitarbeiter gegeben. Und die Zuschläge seien abgeschafft und die Zeitkonten eingeführt worden. “Denke mal dass die damals wesentlich besser verdient haben und irgendwann gab es ein anderes Lohnsystem.” Deshalb bekämen die “die länger da sind” noch eine Zulage , die ‘Junge’ heute nicht mehr bekämen. “Geld ist ja auch keine Motivation  laut Personalbüro.”
IG Metall: Wir sagen “Danke” für den Erfahrungsbericht.

Zur Erinnerung: Der Newsblog ist weiterhin die Seite aller Kolleginnen und Kollegen bei Wikus. Ausschließlich die IG Metall betreut den Newsblog. Die Vertrauensleute sind nur für die Seite der “Vertrauensleute” inhaltlich verantwortlich.

29. März 2021
Kollegen berichten, dass “Leute nach Hause” geschickt werden, weil ihr “BSK” voll ist. Sie wollen wissen, warum das gemacht wird.
Unsere Antwort: Wir mussten uns erstmal schlau fragen, was ein “BSK” ist.
Unserem Verständnis nach, ist das das sog. “Betriebssicherungskonto” (BSK). Neben diesem gibt es auch ein “Zeitkonto“. Beide sind persönliche Arbeitszeitkonten. Das sogenannte “BSK” ist ein Konto, über dessen Ab- oder Aufbau allein der Arbeitgeber bestimmt. Es kann +/- 150 Stunden betragen. Vor einiger Zeit wurde es auch auf 320 Stunden erhöht. Über dieses Arbeits-(-und damit auch Lebenszeit) zeitkonto bestimmt bei Wikus nicht der/die Beschäftigte, sondern allein der Arbeitgeber.
Anders auf dem “Zeitkonto”. Hier kann der Arbeitnehmer +/-40 Stunden auf-oder abbauen, und in Absprache mit dem Vorgesetzten auch “mal Stunden nehmen.” Aber nur wenn der Vorgesetzte es erlaubte, diese Stunden auch in das “Zeit- und nicht das BSK-Konto” zu stellen.
Die BSK-Stunden wurden aufgebaut (Pflichtüberstunden) oder abgebaut (“Keine Arbeit, bleib zu Hause”), wenn der Arbeitgeber das entschied. Wir halten hier fest: wenn, ein Arbeitnehmer “nach Hause” geschickt wird, weil keine Arbeit da ist, dann ist das das sog. Unternehmerrisiko. Gem. § 615 BGB befindet sich dann der Arbeitgeber in “Annahmeverzug” und muss den Ausfall bezahlen. Jedoch:
In den “neuen” Arbeitsverträgen sind die Konten angegeben und sie sehen auch die Pflicht zur Mehrarbeit vor, wenn der Arbeitgeber das bestimmt. Wer, Wie über Welches Konto entscheidet, ist nicht klar raus zu lesen.
Aber: Bei einem Betriebsrat wird die “Verlängerung oder Verkürzung” der Arbeitszeit vollumfänglich mitbestimmt. Eine einseitige “Ansage” wird es dann nicht mehr geben.
Warum diese Konten jetzt “heruntergefahren werden”, wissen auch wir nicht. Es scheint -von außen- nur kurios, dass die Arbeit aktuell, in einigen Bereichen nicht geschafft wird und trotzdem “Leute zu Hause bleiben sollen.”

27. März 2021
In einem Bereich diskutierten Kollegen über das Weihnachtsgeld und über die Situation bei Wespa. Ein Kollege wollte wissen “wie das bei Fa. Wespa genau war, mit dem Weihnachtsgeld.
Antwort der IG Metall: In diesem Artikel wird das nochmal gut dargestellt, wie die Kolleginnen und Kollegen bei Wespa doch ihr Weihnachtsgeld behielten.

Übrigens: Die Kolleginnen und Kollegen der Stahlindustrie (die Kunden von Wikus) haben nun einen Tarifabschluss und freuen sich nun auch über zusätzliches Einkommen, mit dem auch Beschäftigung gesichert werden kann. Wie hoch der Abschluss ist, könnt ihr hier nachlesen.

26. März 2021
Heute kamen, online, “die Vier”, die VK-Leitung, die Rechtsanwältin Karin Büchling (Sie berät und schult Wahlvorstände) und Kollegen Andreas Köppe zusammen. (Wir berichteten am 3. März 2021 hier im Newsblog).
Sie berieten, wie die Wahlversammlung unter den zunehmenden Corona-Bedrohungen stattfinden könne. Die IG Metall erhielt im Vorfeld ein Anschreiben der Geschäftsführung, in dem klargestellt wurde, dass es ihrerseits keine Verschiebung der Betriebsratswahlen geben soll. Jedoch die zunehmende Ernsthaftigkeit der aktuellen Entwicklung der Coronapandemie berücksichtigt werden müsse.
Es wurde in der heutigen Online-Sitzung auch besprochen, ob es alternativ eine Einsetzung  (durch das Arbeitsgericht) des Wahlvorstandes geben könne. Das wurde allseitig bejaht, wenn die Bedingungen eine Wahl des Wahlvorstandes nicht zuließen und ein Scheitern der Einberufung einer Wahlversammlung gegeben ist. Das Thema soll abschließend, in gleicher Runde,  in der kommenden Woche beraten werden.
Für die IG Metall ist klar: “So oder So. Eine Betriebsratswahl wird es geben.”

26. März 2021
Die “Aktion Arbeitsunrecht” berichtet in ihrem aktuellem Podcast (ab min. 2:48 – min. 4:25, wird auch über Radio Flora ausgestrahlt) über die bevorstehenden Betriebsratswahlen bei Wikus.

25. März 2021
Warum stellen “die 4″ das selbe nochmal dar, wie ihr schon gemacht habt?”
, fragt ein Kollege. (Der Kollege bezieht sich dabei auf den aktuellen Aushang der “Wir 4”, Teil 7)

Antwort der IG Metall:
In der Tat sind wir bereits hier im Newsblog (am 4. März 2021) darauf eingegangen.
Weshalb sie das jetzt nochmal aufgreifen, wissen wir nicht.

Wir wollen euch an dieser Stelle auf die neue Übersicht der Vertrauensleute verweisen.
Sie sind auch für euch da.

25. März 2021
Kollegen berichten von Gerüchten, die rumgehen, dass bald wieder “Leiharbeiter reingeholt” würden.
Anmerkung der IG Metall: Das widerspräche dem Aushang von gestern. Klar wird, dass es scheinbar eine ‘personelle Überlastungsphase’ an einigen Stellen geben würde. Aber anhand der offiziellen Aussagen, soll es sich doch mutmaßlich bald einpegeln.
Sollte es doch zu Einstellungen von Leiharbeitern kommen, sollten die noch offenen Kündigungen schnellstmöglich zurückgezogen werden. Damit die Gekündigten eine neue, ‘alte’ Perspektive bekommen. Das wäre ein wirklicher Schritt hin zu sozialer Verantwortung.

Ergänzende Erläuterung: Der Newsblog ist weiterhin die Berichtsseite aller KollegInnen bei Wikus. Die Vertrauensleute sind nicht für den Inhalt verantwortlich. Die Vertrauensleute werden nur für die Seite “Vertrauensleute” inhaltlich verantwortlich sein. 
 
24. März 2021
Viele Kollegen senden den aktuellen Aushang “Protokoll Kommissionssitzung” der “Wikus-Kommission” zur wirtschaftlichen Situation und bitten uns diesen zu kommentieren.

Unser Kommentar: Das sind alles interne Prozesse, die wir nicht abschätzen und damit nicht beurteilen können. 
Jedoch sehen wir zusammenhängende Branchen. Die Arbeitgeberverbände Stahl, Automobil, etc. -gerade in Tarifverhandlungen mit der IG Metall-, raten wie immer ‘zur Vorsicht’.  (Das ist Teil ihres Spiels – auch in guten Zeiten, damit die Arbeitnehmer nicht zu viel fordern.)
Schauen wir in die Automobilbetriebe der Region, dann brummt es an allen ‘Ecken und Enden’. Und das heißt auch, dass Stahl gebraucht wird. Und das heißt auch: Wikus hat genug zu tun, und das nicht nur in den nächsten 4 Wochen.

Abschließend: Wir freuen uns, dass die Geschäftsführung die frisch gewählten Vertrauensleute der IG Metall begrüßt.

23. März 2021
Erste Glückwünsche bekommen die Vertrauensleute aus ihren Bereichen und ‘Schulterklopfer.’ Die Vertrauensleute wollen nun auch Gesicht zeigen und erstellen gerade für Euch eine Übersicht mit allen Vertrauensleute, die dann auch online und im Betrieb erscheint.

22. März 2021
Die Vertrauensleute haben sich nun öffentlich vorgestellt. Über eine Email an alle Wikusbeschäftigten haben sich die Vertrauensleute vorgestellt und ihre Zusammenarbeit mit dem kommenden Betriebsrat betont.

21. März 2021
Gerade wurde die Geschäftsführung von Wikus über die abgeschlossenen Vertrauensleutewahlen, via Email,  informiert. Sie erhielten ebenfalls die Bitte, den Vertrauensleuten “geeignete Aushang- und Informationsmöglichkeiten” zu zuweisen.

21. März 2021
Die Vertrauensleute haben sich konstituiert und ihre Leitung gewählt.
Nun sind sie alle zu sehen und für euch da. Eine Übersicht erhaltet ihr hier.
Herzlichen Glückwunsch an alle Vertrauensleute und auf eine gute Zusammenarbeit.

20. März 2021
Überraschendes am Samstag.
Die KDAF hatte mal wieder alle Hände voll zu tun. Freiwillige Mehrarbeit am Samstag.
Doch plötzlich zur Pausenzeit (war ja ne volle Schicht) kam Hr. Dr. Kullmann vorbei. Bedankte sich bei jedem persönlich für den Einsatz. Und schenkte jedem eine “rote Wurst”.
“Geht doch”, meint ein Kollege.

19. März 2021
Heute meldeten sich sehr viele bekannte und bisher unbekannte Kollegen von Wikus bei uns. Viele haben sich über die Rechtsanwaltskanzlei im Internet informiert und sind fassungslos, dass so eine “Beratung” von der Geschäftsführung engagiert wurde. Einige baten uns, zum besseren Nachlesen, Artikel zu verlinken. Auch gäbe es einige Youtube-Videos, die das gesamte Thema besser darstellen.

IG Metall:
Gerne werden wir auf ein paar Seiten aufmerksam machen:

1. Es gab schon erste Proteste gegen die Kanzlei, z.B. hier.

2. “[…] Daneben entstanden Rechtsanwaltkanzleien wie Naujoks (mit besonderer Betrachtung der Rn 55 + 56, A.d.R.)  und Schreiner + Partner, die sich auf Union Busting spezialisiert haben. Sie agieren offen betriebsrats- und gewerkschaftsfeindlich und bieten neben der juristischen Vertretung von Arbeitgebern auch Fortbildungen mit Titeln wie: “Grenzen des Betriebsrats: So weisen Sie Ihren Betriebsrat in die Schranken” an. Das ist ein Artikel über die Arbeitsweisen solcher Anwaltskanzleien. Den gesamten Artikel findet  ihr hier. 

3. Auch auf der Homepage des Vereins “work-watch” von Günter Wallraff findet ihr mehrere Informationen. Hier gibt es eine Video-Dokumentation.
Ergänzung: Die Doku ist von 2015. Heute wissen wir mehr.

18. März 2021
Es gab heute viele Gespräche, bei denen Kollegen erzählten wie es ihnen gerade geht. Sie teilten ihre Erfahrungen mit und bekräftigten dabei einen Betriebsrat zu wollen, “der die Interessen der Mitarbeiter vertritt”. Zwei Fragen sind dabei aufgetaucht, die wir “bitte beantworten möchten“:
1. Ein Kollege fragt: “Warum sammeln “die 4″ Interessenten zum Wahlvorstand”? (Er bezieht sich dabei auf den aktuellen Aushang der “4”, auf den letzten Satz, A.d. Redaktion)
2. Ein weiterer Kollege fragt: “Sind die “4” auch vom dem Rechtsanwalt geschult?” (Gemeint ist hier eine Schulung von der Kanzlei Dr. Schreiner und Partner, Anmerkung der Redaktion)

Unsere Antworten:
1. Wir wissen nicht, warum die 4 sich als “Vermittler” anbieten. Das Ganze ist in normalen Betriebsratswahlen unüblich. Diese 4 haben keine besonderen Rechte das zu tun und sind nur “Initiatoren”.  Sie sind kein Wahlvorstand und kein Betriebsrat. Aber: Sie haben es ja auch nur angeboten. Auf Angebote kann man eingehen, muss man aber nicht.
Üblich ist, dass auf der Wahlversammlung Interessierte kandidieren, denn ab da gilt erst der Kündigungsschutz. Deshalb raten wir bis zur Wahlversammlung zur Zurückhaltung.
2. Wir wissen nicht, ob es hier eine spezielle Schulung gab oder gibt. 

17. März 2021
Gestern sind einige merkwürdige Dinge passiert. Einige Kollegen meldeten sich dazu, und fragten was da los sei.
Anmerkung der IG Metall dazu: Auch wir waren in einem Fall, wie mit einem Kollegen umgegangen wurde, sehr irritiert: 
Ein Kollege erhielt gestern 6 Abmahnungen zum gleichen, mutmaßlichen Verstoß. Gerichtlich ist das nicht relevant, aber es setzt Menschen enorm unter psychischem Druck. Alle Abmahnungen seien am selben Tag ausgestellt und zugestellt (von jemandem aus der Personalabteilung)  worden.  (Je eine Kopie der Abmahnungen liegen der Redaktion vor)
Später wies uns jemand speziell auf den Arbeitgeber-Rechtsanwalt von Wikus hin.
Ergänzung: Leider können wir auf den einen Vorfall nicht genau eingehen, um dem Kollegen nicht zu schaden. Jedoch bestätigen uns viele von den bereits gekündigten Kollegen, dass die unten erwähnte Kanzlei tatsächlich, vor Gericht, Wikus als Arbeitgeber vertritt.

Wir fanden zur Kanzlei folgenden Artikel.
In diesem Artikel wird auf folgendes hingewiesen:

Wir stellen fest, dass auch der berühmte Enthüllungsjournalist Günter Wallraff dazu einiges weiß. Hier dazu ein Statement von Günter Wallraff. 
Herr Wallraff hat einen Verein “Workwatch” gegründet, der die Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern und Methoden von Arbeitgebern ‘unter die Lupe’ nimmt. Hier klicken.
Auch hier wird die Kanzlei, die Wikus vertritt, erwähnt.  

Warum nehmen die keinen Anwalt aus der Region”, fragte ein Kollege.

16. März 2021
Ein Kollege berichtete soeben, dass die Auftragseingänge nicht abreißen und die Rückstände aber auch nicht abgebaut werden können. Die viele anstehende Mehrarbeit sei nur eine Kleinigkeit und könne das Problem nicht lösen. “In der letzten Woche stand in der konventionellen Härterei eine ganze Frühschicht, weil niemand da war, der die Anlagen anstellen konnte”, so berichtet der Kollege. Es gäbe ein großes Managementproblem bei Wikus: Planungen sind nicht effizient, Personal nicht so qualifiziert wie es überall sein müsste. Und schlechte Nachrichten scheinen die GL nicht immer zu erreichen. “Was ist da eigentlich los, Hr. Dr. Kullmann?” fragt der Kollege.
Es sei eine Schande, dass man kritische Beobachtungen an den Vorgesetzten weiter gibt, diese scheinbar aber nicht weitergereicht werden. Und nun sollten die Mitarbeiter, durch Mehrarbeit, dieses Missmanagement ausbaden. Und dafür gäbe es nicht mal -wie früher- ein Frühstück oder ein kleines “Extra”. Der Kollege bemerkt abschließend: “Man hat den Eindruck, dass Herr Dr. Kullmann die Augen bewusst vor der Realität verschließt und blind auf die geschönte Bilanz vertraut.”

Ein weiterer Kollege merkte an, dass “Entscheidungen auch Konsequenzen nach sich ziehen und dann auch Verantwortung für diese getragen werden müssen.” Bei Wem liegt hier die Verantwortung?

Nachtrag: Gerade erreichen uns viele Bilder von einem aktuellem Aushang. Auf diesem soll nun wöchentlich dargestellt werden, wie die Rückstände aussehen (in Zahlen). Auf diesem wird auch auf “freiwillige Mehrarbeit” an den folgenden Samstagen hingewiesen. Abschließend wird sich für “die Zusammenarbeit und das Verständnis für die Situation” bedankt.

15. März 2021
Die Vertrauensleutewahlen sind abgeschlossen. Am kommenden Samstag folgt die Konstituierung und danach werden die Vertrauensleute ihre Arbeit, auch hier auf der Seite, vorstellen. Das Wahlprotokoll liegt bereits bei der IG Metall.
Herzlichen Glückwunsch an alle Gewählten, wünscht euch Eure IG Metall!
Erste Glückwunsche aus der Stahlindustrie und aus Betrieben der Region erreichen uns bereits. 
Was die Vertrauensleute tun, und Wer sie sind, könnt ihr hier nochmal nachlesen.

15. März 2021
Erste Wahlversammlung abgeschlossen. Die zweite folgt heute Nachmittag.

14. März 2021
Endspurt zu den Vertrauensleutewahlen bei Wikus
Morgen, am 15. März 2021, werden das erste Mal Vertrauensleute bei Wikus gewählt. Wir sind gespannt. Was Vertrauensleute sind, könnt ihr auf der Seite Wissen erfahren.
Vertrauensleute sind -meist- die Initiatoren der Grußworte an die Wikus-Beschäftigten. Die Vertrauensleute und deren Leitungen freuen sich schon auf die Zusammenarbeit mit den KollegInnen von Wikus.

14. März 2021
Zwei Anfragen erreichen uns:
1. Ein Kollege sendet uns das Video aus der “Hessenschau” von 2018. In dem wurde der “Hessenchampion” Wikus dargestellt, der durch Investitionen Prozessabläufe verbesserte. Der Kollege fragt nun, ob der Lohn(erhöhungs)verzicht, seit 2017 (siehe 5. März 2021 hier im Newsblog), auch ein Grund für die Auszeichnung sein kann. (Die Beschäftigten hätten die Investitionen mit bezahlt) Und ob damit sogar die Arbeitslosigkeit der 77 Gekündigten finanziert wurde. Hier der Link zum Video.
2. Ein weiterer Kollege fragt, warum die “4” nicht auch die Rechte des Betriebsrats bei Einstellungen und ganz besonders bei Kündigungen darstellten, das würde doch viele Beschäftigte interessieren.

Unsere Antworten:
1. Unternehmer investieren immer in ihr Unternehmen, wenn es konkurrenzfähig bleiben soll. Auch im Fall von Wikus. Damit wird die Produktivität (pro Kopf) erhöht. D.h. mit der gleichen Mannschaft, kann dann mehr produziert werden. (Bei gleichen Löhnen). Wenn dann aber die Auftragseingänge nicht wie die Produktivität steigen, sind zu viele Leute an Bord, die der Unternehmer dann einsparen kann. Also: Ja, die Mannschaft hat die Produktivitätssteigerung mitfinanziert. Bei einem echten Betriebsrat und einem “Zukunftstarifvertrag” hätte der Effekt, aber in einer Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung münden können. Damit würden betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. So wird das seit Jahrzehnten in der Stahlindustrie (den Kunden von Wikus) praktiziert. Dort wird seit Jahrzehnten die Produktivität gesteigert und trotzdem niemand gekündigt – selbst in Krisen. Arbeitsplätze, die dort wegfallen, werden z.B. durch Frühverrentung abgebaut, nicht durch Kündigungen.

2. Wir wissen nicht, warum die “4” nicht auf die Rechte des Betriebsrats bei Einstellung und Kündigungen eingegangen sind. Dazu hatten sie bereits eine Meinung: “Diese Verhandlungen mit dem Betriebsrat, hätten jedoch nichts an der Tatsache geändert, dass die Kündigungen ausgesprochen werden mussten.” (siehe dazu 11. Februar 2021 hier im Newsblog). Wir stellen nochmal klar, dass kluge Betriebsräte, mit Unterstützung der IG Metall, tatsächlich in der Praxis betriebsbedingte Kündigungen häufig verhindern können, wenn sie wollen. (siehe Antwort 1 – Realität in der Stahlindustrie)

12. März 2021
Ein Kollege berichtet und bittet:
“Empörung in der Kollegenschaft, wie man mit den Kollegen in der KDAF umgeht, war heute echt groß: Dass man ständig um Mehrarbeit bittet, und nichts anbietet (außer warmer Worte kam nichts), auf der anderen Seite hieß es wohl Kunden würden abspringen. Das Argument hat schon Abrahams Bart. Vielleicht könnt ihr das kommunizieren, dass wir anderen das auch mitbekommen und hinter den Kollegen der Halle 9 stehen.” 

Anmerkung der IG Metall: Jetzt beginnt der Mut und die Solidarität.

11. März 2021
Bevorstehende Vertrauensleutewahlen am 15. März, um 11.00 Uhr und um 17.00 Uhr.
Alle Kollegen die kandidieren wollen, bitten wir, sich bis Montag 9.00 Uhr direkt bei Kollegen Köppe per SMS, WhatsApp, Signal oder email zu melden.
Natürlich kann auch in der Versammlung selbst noch kandidiert werden, damit soll jedoch eine höchstmögliche Einheitlichkeit sicher gestellt werden.
Kontaktdaten findet ihr hier. (ganz unten)

11. März 2021
Kollegen berichten:  “Herr G. sprach mit der ganzen Truppe, und machte ‘Bitte, Bitte’ kommt freiwillig am Samstag”. (Übereinstimmendes Zitat mehrerer Kollegen)

Wir fragen uns: Warum ordnen sie es nicht einfach an, wie in der Vergangenheit?

10. März 2021
Die Anrufe und Nachfragen aus der deutschen Stahlindustrie reißen nicht ab.
Viele Kolleginnen und Kollegen sind neugierig und auch erschüttert, dass ein Betrieb der der Stahlindustrie zuliefert, gute Qualität- aber ohne rechtliche und tarifliche Mindeststandards  für ArbeitnehmerInnen – produziert. Viele Stahl-Vertrauensleute und Betriebsräte wünschen den kommenden Vertrauensleuten und Betriebsräten bei Wikus viel Erfolg und bieten, solidarisch, ihre Hilfe an. Wir als IG Metall werden für die kommenden Vertrauensleute schnellstmöglich einen Besuch im Stahlwerk organisieren. Nach Corona! Versprochen.

8. März 2021
Immer mehr Betriebsräte und Vertrauensleute aus der Stahlindustrie melden sich bei uns.
Viele sind irritiert, sauer, aber auch solidarisch mit den Kolleginnen und  Kollegen von Wikus. Mehr Infos bekommt ihr auf der Seite Grußworte.

Die Vertrauensleute wünschen viel Glück und auch Erfolg bei den Vertrauensleutewahlen in der nächsten Woche. Und allen Kolleginnen einen guten, respektvollen Frauentag!

8. März 2021
Noch eine Woche bis zur Wahl der Vertrauensleute. Was Vertrauensleute sind und wie sie gewählt werden, könnt ihr auf der Seite Wissen erfahren. KollegInnen, die an der Wahlversammlung teilnehmen wollen, können sich direkt beim Kollegen Andreas Köppe melden.

7. März 2021
Einige Rückmeldungen mit ‘Danksagung’ zur letzten Veröffentlichung (am 5. März) erreichen uns.
Eine Ergänzung wollen wir jedoch noch vornehmen.
Ein Kollege fragt: “Heißt das, dass wir schon über 10 Prozent weniger als Tarif verdienen?
Antwort der IG Metall: Wir gehen davon aus, dass es leider noch weniger ist.
In der Metall-und Elektroindustrie gilt die 35 h-Woche. (Bei Wikus 36 h/Woche + X-Stunden – siehe “Pflichtsamstagsstunden”, z.B. am  26. Februar 2021)
Neben den nicht weitergereichten Tariferhöhungen der letzten Jahre, fehlen bei Wikus auch die 3 garantierten Jahressonderzahlungen (Urlaubsgeld, T-ZUG und Weihnachtsgeld), die zusammen nochmal ca. 1,65 (pro Jahr) Extra-Gehälter ausmachen.
Und: Auch die Eingruppierung ist mutmaßlich, nach unserer ersten Prüfung, tiefer, als bei der Eingruppierung nach Tarifvertrag (ERA).
Der Kollege fragte noch: “Wenn das Geld seit 2017 eingespart wurde, was ist damit passiert?”
Antwort der IG Metall: Das können wir nicht beantworten. Das können wahrscheinlich nur die Eigentümer.

5. März 2021
Wir erhielten ein Anschreiben aus dem Jahr 2017 -von der Geschäftsleitung an die Belegschaft-  “Wikus – Fit für die Zukunft” von vielen Kollegen mit diversen Fragen.
(Siehe Bild unten)
Ein Kollege fragt, ob alle anderen “Tariferhöhungen seit 2018” auch noch in 2022 nachgeholt werden?” Ein weiterer Kollege fragt, ob all diese Investitionen nicht auch umgesetzt werden müssen? Ein dritter Kollege fragt, “ob dann Teile der Firma auch der Belegschaft gehören, wenn diese das mit Lohnverzicht bezahlt hätten?”

Antwort der IG Metall: Wir gehen ‘Schritt für Schritt’ auf die Antworten ein.

1. Die Kommission ist weder ein Betriebsrat -der auch keine Tarife festlegten kann- und auch keine Gewerkschaft. Tariferhöhungen sind immer ein Kompromiss zwischen einer Gewerkschaft und dem Arbeitgeber(-verband). Die Lohnerhöhung 2017 von 2% wäre eine “freiwillige” des Arbeitgebers gewesen und bedurfte rechtlich auch keiner Zustimmung. Ergo: Es wurde 2% Lohnerhöhung in Aussicht gestellt und gleich wieder einkassiert. Oder einfach ausgedrückt: “Kein Geld, weil der Chef das nicht wollte.”

2. Gemäß dem Schreiben (siehe Bild unten) galt das nur für 2017.
2018 gab es in der Metall- und Elektroindustrie eine echte Tarifsteigerung von 4,3 %. Im Jahr 2019 kam dann noch eine garantierte jährliche Zusatzzahlung von ca. 40 %, (nach EG 5) dazu. (Also neben dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld, gibt es nun im Juli eine zusätzliche Sonderzahlung von ca. 40% – bezogen auf EG 5):
Wir halten fest: Da es 2017 schon nur eine “freiwillige Lohnerhöhung” gewesen wäre, sind auch die Tariferhöhungen von 2018 und 2019 für Wikusbeschäftigte nicht bindend. Da es kein echter Tarifvertrag ist.
In 2021 wird es wieder in der Metall – und Elektroindustrie einen Tarifabschluss geben. Dafür ist die IG Metall gerade in der Tarifbewegung mit vielen Aktionen, in vielen tausend Betrieben in der ganzen Bundesrepublik.
Zusammengefasst: Ob ihr im Jahr 2022: 2% + 4,3% + 40% (zus. Sonderz.) + die Prozente von 2021 bekommen werdet, halten wir für zweifelhaft.

3. Wir können nicht sagen, ob diese Investitionen alle umgesetzt wurden. Aber es gibt mit niemanden eine Vereinbarung. Der Eigentümer entscheidet allein, ob er investiert.

4. Wie schon oben beschrieben, gab es bei Wikus keinen Rechtsanspruch auf Lohnerhöhungen. Das Wort “Tariferhöhungen” ist hier irreführend, da Wikus keinen “echten” Tarifvertrag hat. Damit ist auch klar, dass niemand irgendwelche Ansprüche am Unternehmen hat. Es ist einfach eine andere Art gewesen, um zu begründen, warum es nicht mehr Geld gibt.
Wie ein echter Tarifvertrag entsteht, seht ihr auf der Seite Wissen.

Auszug aus einem Anschreiben der Geschäftsleitung an die Belegschaft, vom 09.02.2017

5. März 2021
“Ist es denn schon soweit, sich als Kandidat für den Betriebsrat zu melden?” fragt ein Kollege.
IG Metall: Nein. Es sind bis zum 19. April noch 6 Wochen. Da wird erst der Wahlvorstand gewählt. Von da an sind es noch ca. 3-4 Wochen bis zum sogenannten “Wahl-Aushang”.
Dieser beinhaltet, dass ab dem Tag des Aushangs – 2 Wochen Zeit sind, sich als Kandidat beim Wahlvorstand zu melden (in welcher Form auch immer -siehe 4. März). Nach Ablauf dieser Zeit, werden die Kandidatenvorschläge ausgehangen. Erst ab dem Moment habt ihr Kündigungsschutz.
Das heißt, es dauert noch (6+3+2) mindestens 9 Wochen bis ihr kandidieren könnt und noch 11 Wochen (ab Aushang der Kandidatenvorschläge) bis ihr geschützt seid. Deshalb seid vorsichtig. Vorher habt ihr keinen besonderen Kündigungsschutz.

4. März 2021
Viele Nachfragen von Kollegen strömten auf uns ein. “Ist der Aushang der “4” nicht manipulativ?” “Warum berichten sie nicht von Personenwahlen? Also was der Unterschied zur Listenwahl sei. Ist es nicht gefährlich, wenn man sich jetzt bei denen melde? Weil man ja noch kein Kündigungsschutz habe?”
(Anmerkung der Redaktion zu den Fragen: Wir merkten anhand der Fragen, dass es einige Menschen bei Wikus gibt, die Erfahrungen mit Betriebsratswahlen haben. Und der Aushang auf den sich die Fragen beziehen, ist heute von den “4 Wikusianern” verschickt worden.)

Antwort der IG Metall:. Es ist korrekt. Kündigungsschutz hat jeder erst mit der “offiziellen Kandidatur zum Betriebsrat” (6 Monate, wenn du nicht gewählt wurdest, aber kandidiert hast). Vorher gibt es den noch nicht. Deshalb raten wir zur Vorsicht!
Zum Aushang selbst: Es ist inhaltlich nicht falsch, was dort abgebildet wurde.
Verwundert sind wir, warum die Personenwahl dort nicht verdeutlicht wurde.

Was ist der Unterschied zwischen Listen- und Personenwahl?
Ganz Einfach: Bei einer Listenwahl hat jeder nur eine Stimme und wählt eine ganze Liste. Auch Menschen, die er/sie gar nicht wählen wollen, werden mit gewählt. Oder, die die gar keine Chance haben, in den Betriebsrat zu kommen. (z.B. untere Listenplätze)
Personenwahl: Kommt nur eine einzige Liste (was sehr üblich ist, in Betrieben der Metall-und Elektroindustrie) zustande, kommt es zur Personenwahl.
D.h. Jeder hat bis zu 11 Stimmen und kann sich dann aus dieser großen Liste seine (bis zu) 11 Kandidaten aussuchen. Egal auf welchem Listenplatz er/sie steht. Jeder hat die selbe Chance in den Betriebsrat zu kommen.
Mandate bei Listenwahl: Jede Liste bekommt anhand ihrer Stimmenanteile Mandate für den Betriebsrat.  
Mandate bei einer Personenwahl: Die 11 Kandidaten, mit den meisten Stimmen ziehen in den Betriebsrat ein. Vom demokratischen Anspruch her, ist die Personenwahl der stärkste demokratische Ausdruck der WählerInnen im Betrieb. Jede/r wählt seine 11 Betriebsräte des Vertrauens.

4. März 2021
Ein Kollege fragte die IG Metall, ob die Kündigungen auch zurückgezogen werden könnten.
Hintergrund: In der Produktion ist in vielen Ecken Personalmangel zu spüren. “Jetzt wo Samstagsarbeit “freiwillig” wurde, wollen die Kollegen auch nicht mehr. Das ist ihr gutes Recht.” Die Auftragslage sei gut, und in den nächsten Monaten bleibt das mindestens so, wie Vorgesetzte selbst sagen, lt. dem Kollegen.
Antwort der IG Metall: Natürlich können Klagen sofort zurückgezogen werden.
Wenn Kollegen, die auf ihren Arbeitsplatz klagen, von Wikus das Angebot bekommen, dass die Kündigung zurückgezogen wird, dann werden die Kollegen sofort beim DGB-Rechtsschutz anrufen, und die Klagen haben sich erledigt.
So einfach ist das. Und das Gericht fragt auch nicht nach.

Ergänzung des Kollegen: “Wenn die Firma einige Kündigungen zurückziehen würde, könnte die Produktion weiter laufen, ohne unnötig ins Stocken zu geraten.  Und wir können unsere Kunden weiter treu beliefern. Sollte doch auch im Sinne der Geschäftsleitung sein.”

3. März 2021
Nach dem Beschluss der letzten Online-Versammlungen, hat die IG Metall Einladungen an die “4 Wikusianer ” ausgesprochen. Jetzt gibt es einen gemeinsamen Termin, an dem beide Wahlversammlungs-Einladende (die 4-Aufrufer*innen und die IG Metall) gemeinsam die Organisation der Wahlversammlung besprechen werden. Am 26. März setzen sie sich das erste Mal zusammen.

Ein Kollege fragte an, ob wir die Rechte von Betriebsräte darstellen können.
Nach Rücksprache klärten wir auf, dass das ziemlich umfangreich wird. Wir werden jetzt aber “Schritt für Schritt” auf der Seite Wissen eine kleine Infodatenbank zu den Rechten von Betriebsräten aufbauen.

2. März 2021
Die IG Metall befindet sich gerade in der Tarifbewegung. Deshalb wurden in den letzten 2 Tagen keine Neuigkeiten eingestellt. Morgen ändert sich das wieder. Wenn du Interesse hast, was gerade in Nordhessens Metall-Betrieben passiert, dann hier klicken.

28. Februar 2021
Ein Kollege fragt nach, ob wir die IG Metall-Beitragshöhe für Wikus-Beschäftigte darstellen können.
Gerne: Folgende Beiträge sind satzgemäße Beiträge der IG Metall, es sind immer 1% vom brutto:
EG 4 = € 28,15
EG 5= € 29,90
EG 6= € 32,90
(usw.)
Warum bezieht die IG Metall sich auf das Brutto-Einkommen.?
Ganz einfach, weil das Brutto bei jedem (vergleichbarer Tätigkeit) gleich ist. Das Netto ist für jeden, auch bei gleichem Brutto-Einkommen, unterschiedlich (Kinder, verheiratet, etc.).
Die Idee dahinter: Solidarität. “Starke Schultern tragen mehr als Schwache.”
Wer wenig verdient, bekommt trotzdem volle Unterstützung von der IG Metall. (So zahlen z.B. erwerbslose KollegInnen nur € 1, 53.)
Aber: An dem Beitrag ist das Streikgeld oder auch Sterbegeld gekoppelt.
Jeder soll also, wenn es nötig wird (z.B. bei einem Streik), seinen persönlichen Lebensstandard abgesichert bekommen. Von den Beiträgen ist der größte Einzelposten, die Rücklage in die Streikkasse. Auch hier ist die Solidarität drin. Wer gerade keine Hilfe benötigt, z.B. für einen guten Tarifvertrag zu streiten, unterstützt damit die, die es gerade brauchen.
Was wir solidarisch noch zur Verfügung stellen, siehst du an den Leistungen der IG Metall.
Übrigens: Das Grundgesetz gibt eben den Gewerkschaften das Recht “gute Arbeit” durchzusetzen. Diese Rolle wird auch darin erkennbar, dass ihr den Gewerkschaftsbeitrag steuerlich voll geltend machen könnt.

28. Januar 2021
Kollegen berichteten in einem Gespräch, dass andere Kollegen befürchten, dass die Kündigungsschutzklagen von “Gekündigten” gewonnen werden könnten. Klingt merkwürdig?
Sie befürchten, dass dann erneut Kündigungen ausgesprochen werden und sie es dann persönlich trifft.
Anmerkung der IG Metall: Wir nehmen aus folgenden Gründen an, dass das nicht so schnell passieren wird:
1. Damit würde das Unternehmen eingestehen, dass die ersten Kündigungen ‘fehlerhaft’ waren. Und sie selbst keinen klaren Blick für Notwendigkeiten im Unternehmen besitzen.
2. Sollten weitere ausgesprochen werden, würden nicht nur die Gerichte noch deutlicher schauen, sondern auch die Öffentlichkeit – Nebst der Arbeitsagentur, die Kurzarbeitsgeld zahlte in der Annahme, damit Kündigungen zu verhindern.
3. Würden wir als IG Metall, umgehend Betriebsratswahlen einleiten, da hier deutlich (Rechts-)Nachteile vermutet werden könnten. – Um damit die ‘erzwingbaren Sozialplanverhandlungen’ noch durchgeführt werden können.   

Ein Kollege merkte noch an:
“Wenn WESPA das schafft einen Betriebsrat und einen Tarifvertrag hinzukriegen, dann müssen wir das bei Wikus doch erst recht hinkriegen.”

27. Februar 2021
Einige Kollegen melden sich und erzählten, dass einige Kollegen Angst hätten der IG Metall beizutreten, auch wenn sie gerne wollen.  Hintergrund: Vor einigen Jahren seien Kollegen beim Einstellungsgespräch gefragt worden, ob sie Mitglied einer Gewerkschaft sind. Dort wurde verlangt, dass sie sofort austreten. Und hätten seitdem Angst, dass sie Konsequenzen fürchten müssten.
Antwort der IG Metall: Das sind “nicht zulässige” Fragen. Auf diese darf jeder Arbeitnehmer – in so einem Gespräch  – mit “Nein” antworten. Es geht und darf einem Arbeitgeber nichts angehen, ob jemand Mitglied einer Arbeitnehmer-Vereinigung ist. Hier gilt das “Recht auf Lüge”. Das ist auch bei der Frage: “Sind sie schwanger oder wollen Sie Kinder?” gegeben.
Mit den Mitgliederdaten arbeitet die IG Metall, unter sehr strengen Datenschutzbestimmungen. Kurz: Kein Arbeitgeber wird jemals von der IG Metall erfahren, wer Mitglied ist. Das ist schon seit 130 Jahren so. Wir sind und bleiben – wie an der Hilfe für die “gekündigten Kollegen” deutlich wird – euer “stiller, persönlicher Joker”. 

27. Februar 2021
Viele Kollegen schicken uns eine “Vorlage zur Bescheinigung bei Ausgangssperre” und fragen, ob das nicht ein bisschen spät ist – wenn gerade doch wieder “Lockerungen” diskutiert werden.
Antwort IG Metall: Wir begrüßen, dass Wikus euch die Bescheinigungen aushändigt, sodass ihr keine Probleme mit Polizei und Behörden bekommt, wenn ihr euer Wohngebiet verlasst. Wir wundern uns nur, dass dies so spät passiert. Im Einzugsgebiet gibt es viele Unternehmen, die z.B. Arbeitnehmer aus Thüringen beschäftigen. Diese hätten schon längst (im Dezember) eine solche Bescheinigung gebraucht und auch bekommen.
Ob diese Wikus-Bescheinigung noch zum Einsatz kommt, können auch wir nicht sagen.

27. Februar 2021
Es hängen insgesamt 3 Plakate in Spangenberg. (Danke an die fotografierenden Kollegen)

Spangenberg, auf Höhe des ‘alten LIDL’
Spangenberg, Höhe des “Back-Stop”
Blick aus dem Fenster der leeren Halle 6 – aus der unteren “Wi-com” heraus

26. Februar 2021
Zwei neue Berichte und Information zur Betriebsratswahl :
1. Während der samstäglichen “Zwangsmehrarbeit” haben Kollegen der RAM sich trotzdem eine kurze Kaffeepause gegönnt. Der Teamleiter machte dazu ein Fass auf. Die Zeit wurde ihnen abgezogen, die Kollegen sind stinksauer.
2. Für einen Kollegen, den die IG Metall vertreten hat (siehe 27. Januar 2021), wurde am gestrigen Tag die Kündigung zurückgezogen. Herzlichen Glückwunsch. Der Kollege freut sich sehr.

Zur Betriebsratswahl: Die IG Metall wurde gebeten zu folgenden Fragen, Antworten zu geben:
Dürfen Wahlvorstandsmitglieder oder Vertrauensleute auch zum Betriebsrat kandidieren?
Ja. Das dürfen sie. Vertrauensleute lassen sich häufig sogar zu Betriebsräten wählen. Sie verbinden damit das Wissen um Tarifverträge, mit der Arbeit im Betriebsrat und sind damit noch besser für die betrieblichen Themen aufgestellt.
Wahlvorstandsmitglieder, sind auch Arbeitnehmer und dürfen deshalb auch zum Betriebsrat kandidieren. Die “4 Wikusianer” sind aber noch keine Wahlvorstandsmitglieder. Sie sind nur “Initiatoren” der Wahlversammlung. Selbst sie müssen, sollten sie für den Wahlvorstand kandidieren, trotzdem erstmal gewählt werden.
Wird für alle Wikus-Unternehmen ein Betriebsrat gewählt?
Nein. Diese Betriebsratswahlen finden nur für den Standort Spangenberg statt. Und nur für diesen Standort wird der Betriebsrat tätig sein. Sollte es in anderen “Töchtern” von Wikus noch Betriebsratswahlen geben, dann können sich die Betriebsräte der “Standorte” ein zusätzliches Gremium -einen Gesamtbetriebsrat, Konzernbetriebrat oder eine andere Formen von Zusammenarbeit- schaffen. Es wird aber immer einen zuständigen Betriebsrat für jeden Standort geben.


26. Februar 2021
Nach den beiden Onlineversammlungen gab es viele Rückmeldungen von Kollegen. Dankbarkeit – für die Informationen über das Thema Kurzarbeit und Mitbestimmung und auch den Zusammenhang zum Thema Entgelt, Betriebsrat und Tarifvertrag – waren erste Rückmeldungen. Das Interesse am Betriebsrat- und Vertrauensleutemandat ist gestiegen. Die Klarheit der Gegenüberstellung der Entgeltsituation Wikus/echter Tarifvertrag Metall-Elektro-Industrie kam besonders gut an. Auch die Fragen zur Eingruppierung bei Wikus und der Unterschied zur Metall-Elektroindustrie (nach Entgeltrahmenabkommen – ERA) wurde diskutiert. Die Kollegen bekommen die Präsentation, auch mit der Gegenüberstellung, im Anschluss zugesandt.
Ein Kollege meldete nach der Abendveranstaltung:
“Unsere Firma hat immer damit geworben, dass sie langfristig übertarifliche Bezahlung anbieten, mein Weltbild hat Kratzer bekommen.”
Die nächsten Onlineversammlungen werden folgen. Es wurde verabredet, dass es nochmal eine eigene Veranstaltung zur Wahlversammlung und zur Wahl des Wahlvorstands geben wird.
Mit großer Mehrheit wurde beschlossen, dass die IG Metall die “4 Wikusianer” einläd, um gemeinsam die Organisation der Wahlversammlung zu besprechen. Noch am gestrigen Abend ging die Einladung per Email raus. Die angebotenen Gesprächstermine sind der 24. und 26. März im Gewerkschaftshaus in Kassel.

25. Februar 2021  Fotografie von einem Kollegen (Spangenberg, Höhe “alter LIDL”)

25. Februar 2021
Ein Kollege erzählte gerade eine fantastische Geschichte:
Ein Vorarbeiter eines Bereiches fragte Kollegen, ob sie “Samstag freiwillig kommen wollen.” Einige Kollegen sagten spontan: “Nein.”
Auf Nachfrage des Vorarbeiters, warum sie denn nicht kommen wollten, antworteten die Kollegen: “Es kann nicht sein: Erst Leute kündigen, die Gekündigten sind noch nicht mal raus, und wir sollen schon wieder Überstunden machen. Das machen wir nicht mit.”
Wir merken an: Solidarität gibt es immer, auch bei Wikus. Tolle Aktion von den Kollegen.

22. Februar 2021
Kollegen fragten an, ob sie trotz Freistellung, ab 1. April, an der Wahlversammlung teilnehmen können?
Unsere Antwort: Natürlich. Solange Sie noch Beschäftigte bei Wikus sind, haben sie zu dieser Wahlversammlung ein Teilnahmerecht. Wir begrüßen, wenn Kolleginnen und Kollegen bis zum Schluss die anderen unterstützen und ermutigen, für den Wahlvorstand zu kandidieren. Und diesen auch noch selbst mit wählen. Das ist auch ein Stück gelebte Solidarität.

19. Februar 2021
Ein Kollege wies auf das letzte “Statement der Geschäftsleitung zu einem Wikus-Betriebsrat” hin. Der Kollege fragte, ob die Bezeichnung “Wikus-Betriebsrat”, wie “Wikus-Tarif” nicht doch eine Bezeichnung dafür ist, etwas “unechtes” aufzubauen oder Einfluss auf die Wahlen zu nehmen?
Darauf antwortete die IG Metall: Nein. Natürlich kann das hier ein Schreibfehler sein. Oder ein Ausdruck von Gewohnheit, da bei Wikus häufig der Name, oder eine Namensabkürzung wie “WiStore, WiKademy” vor eine andere Bezeichnung gesetzt wird. Es wird keinen “Wikus-Betriebsrat” geben, sondern einen Betriebsrat nach Betriebsverfassungsgesetz. Auch wenn der “Wikus-Tarif” kein echter ‘Tarif’ (auf Grundlage eines Tarifvertrages)  ist, der Betriebsrat wird es sein. Der hat klar definierte Aufgaben, Rechte und Pflichten.

19. Februar 2021
Kollegen fragen an, ob die Infos der  “4 Wikusianer” so stimmen.
Antwort der IG Metall: Ja, die sind fast so korrekt, aber nicht vollständig. Der Wahlvorstand kann auf Beschluss der Wahlversammlung auf 5, 7 oder mehr ausgedehnt werden, wenn es für notwendig erachtet wird. Er muss nur mindestens aus 3 Personen bestehen. (Immer eine ungerade Zahl). Normalerweise werden diese Infos immer zu Beginn einer Wahlversammlung gegeben. Ungewöhnlich ist jedoch, dass “Aktive”, die selbst ihren eigenen Kündigungsschutz riskiert haben (da sie ab “Aufruf zur Wahlversammlung” 3 Monate Kündigungsschutz haben oder bis zum Abschluss der Wahl), so viel Infos rausschicken, die normalerweise in der Wahlversammlung zu Beginn dargestellt werden.
Hintergrund: Wenn zur Wahlversammlung aufgerufen wird, geschieht das i.d.R. innerhalb von maximal 3 Wochen und nicht in 4 Monaten. Die Aufrufer sollen geschützt werden, damit die BR-Wahl eingeleitet werden kann. Deshalb erhalten Initiatoren 3 Monate (ab Aushang) Kündigungsschutz. Nach Abschluss der BR-Wahlen besteht dann ein Betriebsrat, der dann bei Kündigungen Widerspruchsrecht hat.
Übrigens: Nur die ersten 3 Aufrufer haben den besonderen Kündigungsschutz.
Warum hat die IG Metall dann auch zu so einem späten Zeitpunkt aufgerufen?
Das könnt ihr hier im Newsblog, ab 10. Dezember, nachlesen.

17. Februar 2021
Soeben hat die IG Metall in ihrer WhatsApp-Aktivengruppe zu einer weiteren Online-Infoversammlung eingeladen. Bei jeder Versammlung schauen wir uns immer ein Themengebiet in Zusammenhang mit Mitbestimmung (Betriebsrat) an. In der kommenden Onlineversammlung ist das Thema “Entgelt” (Was darf ein Betriebsrat und was regelt ein Tarifvertrag?, auch zum Thema “Vertretungslohn”) dran. Auch werden die kommenden Vertrauensleutewahlen bei Wikus besprochen und immer, die Fragen der Kolleginnen und Kollegen beantwortet. Soviel Zeit ist immer. 

17. Februar 2021
Wir bekommen immer mehr Rückfragen aus anderen Betrieben, Menschen zeigen sich interessiert was bei Wikus passiert.  Wir haben eine neue Rubrik “Grußworte” eingerichtet, da viele nachfragten, wie sie unterstützen können.

15. Februar 2021
Die Geschäftsführung von Wikus gibt ein Statement zur kommenden Wahlversammlung (via Aushang) ab. Dieses Statement wurde uns von vielen Kollegen zugesandt. Im Kern begrüßt die GF die BR-Gründung und stellt Schutzmaßnahmen für die Wahlversammlung in Aussicht. Auch die IG Metall begrüßt diese Maßnahmen zum Infektionsschutz.

Dazu die Frage eines Kollegen:  “Muss der Arbeitgeber sich nicht eigentlich zur BR-Wahl raus halten?” Antwort von uns dazu: Ja muss er. Jedoch hat er nicht direkt auf einen möglichen Ausgang der Wahl(en) hingewiesen oder Einfluss genommen. Solche Statements sind nur sehr ungewöhnlich (siehe hier im Newsblog die Einträge vom 15. und 16. Dezember 2020). Auch war ein Teil einer Aussage im Aushang unvollständig. Denn nicht nur die Geschäftsleitung, auch leitende Angestellte dürfen nicht an der Wahlversammlung teilnehmen.

13. Februar 2021
Am gestrigen Tag erhielten wir die folgende anonyme E-Mail von einem “Robin Hood Wikus”. Einige Kollegen meldeten uns, dass diese E-Mail auch über den Verteiler des Unternehmens versandt wurde.

“Liebe Kolleginnen und Kollegen, offensichtlich wird nichts unversucht gelassen, die IG Metall in einem schlechten Licht darzustellen. Warum ist das so ? Die IG Metall ist eine Gemeinschaft von Menschen mit dem Ziel, anderen Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen, ihnen eine Stimme zu geben und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Welcher Arbeitgeber hat schon gerne einen Betriebsrat im Haus, der von der IG Metall unterstützt und beraten wird? Es wäre doch viel besser, wenn man also diese Laus nicht im Pelz sitzen hat und sich einen Betriebsrat zusammenbaut, mit dem man „konstruktiv zusammen arbeiten kann“. Und genau das wollen wir so nicht. Wir wollen einen fairen und verlässlichen Umgang mit unserem Arbeitgeber und keine Willkür oder HÜ und HOTT. Kann sich jemand an die letzte Lohnerhöhung erinnern? Muss wohl schon ein paar Jahre zurückliegen.. Wie ist das denn nun mit dem Urlaubs und Weihnachtsgeld ? Wir bekommen die Hälfte und müssen dankbar sein. Letztes Jahr hat VESPA versucht, das Weihnachtsgeld zu kürzen und ist an einem IG Metall gestützten Betriebsrat gescheitert. Und dann noch die 77 Familien, auf die nun schwere Zeiten zukommen werden. Aufgrund einem kaum nachvollziehbaren „Sozialplan“ wurden sogar Kollegen mit mehr als 30 Jahren Betriebszugehörigkeit entlassen. Auf der anderen Seite sollen die verblieben Kollegen nun wie zum Beispiel in der Kundenauftragsfertigung jetzt schon 5 Wochen in Folge samstags ihre PFLICHTARBEITSZEITEN verrichten, oder die Kollegen in der konventionellen Härterei sich auf neues Schichtmodell vorbereiten( von drei auf vier Schichten ). Seit Jahren werden wir nun mit Zahlen, Daten und Fakten gefüttert, die wir so als gegeben hinnehmen mussten. Tatsachen wurden verdreht und frei nach Franz Beckenbauer interessiert sich so mancher nicht für sein Geschwätz von gestern. Jetzt haben wir es selber in der Hand. Wollen wir so weitermachen wie bisher, die Willkür weiter hinnehmen, in Angst um den Arbeitsplatz leben? Bloß kein falsches Wort sagen und ja nicht krank werden…. (allein die Tatsache, das wir zur Zeit noch aus der Anonymität heraus agieren müssen, um Verfolgung und übler Nachrede zu entgehen, zeigt doch schon, wie wichtig diese Veränderung JETZT ist) Oder wollen wir einen fairen,respektvollen Umgang miteinander, wie er so gern versprochen wird ? Nicht nach 30 Jahren erfahren müssen, das man keinen Wert mehr für WIKUS hat, weil man vielleicht nicht mehr die Leistung erbringen kann, wie ein 25 jähriger. Und Lohnerhöhungen ? Mitsprache bei Mehrarbeit oder Schichtmodellen? Am Ende vielleicht sogar einen ECHTEN Tarifvertrag, in dem geregelt ist, wieviel Urlaubs und Weihnachtsgeld man bekommt ? Das wäre doch schön. Dafür brauchen wir einen Partner, der Erfahrung hat, die Gesetze und Möglichkeiten kennt und uns bei Fragen zur Seite steht. Und das kann in unserem Fall nur die IG Metall sein. Also krempelt die Ärmel hoch und organisiert euch mit uns und für UNS ALLE. Wir wollen einen ECHTEN Betriebsrat und keine Handpuppen der Geschäftsleitung. Dafür brauchen wir EUCH. Informiert Euch http://toll-wikus.de 

Werdet Mitglied https://www.igmetall.de/mitglieder/mitglied-werden#step-1 Es kostet wenig und bringt soviel, deswegen werden wir auch täglich mehr. Lasst euch nicht nochmal blenden und für dumm verkaufen. Wir haben Besseres verdient. Holen wir es uns !!!

12. Februar 2021
Es beschweren sich schon wieder Kollegen, dass “Zwangsmehrarbeit” an den beiden kommenden Samstagen (durch einen Aushang) angesagt worden ist. Dazu ein Kollege: “Man bekommt hier das Gefühl, die wissen nicht was sie tun. Auf der einen Seite Kollegen rausschmeißen, auf der anderen Seite werden Kollegen zu Überstunden gezwungen. Ich habe das Gefühl, die peitschen jetzt alles durch bevor es einen Betriebsrat gibt.”

Der Aushang liegt der Redaktion vor. Auf diesem Aushang ist ein Satz in rot geschrieben:
“Achtung die Anwesenheit ist Pflicht. Eine Abwesenheit ist im Vorfeld mit der Führungskraft ab zu klären.”

11. Februar 2021
Ein internes Schreiben der “4 Wikusianer” erreicht uns. In diesem Schreiben wird auf die Ersteinladung der 4 hingewiesen. Wie es zeitlich wirklich ablief, könnt ihr im Newsblog (ab 14. Dezember) und im HNA-Artikel (17. Dezember) entnehmen. Verwundert sind wir über die Aussage: “Diese Verhandlungen mit einem Betriebsrat hätten jedoch nichts an der Tatsache geändert, dass die Kündigungen ausgesprochen werden mussten.” Wir haben bisher noch nicht erlebt, dass Menschen, die einen Betriebsrat initiieren (und damit eigentlich was verändern möchten), eine solche Aussage tätigen. Die Kollegen, die an der zweiten Online-Versammlung teilnahmen,  wissen es besser. Die nächste Online-Versammlung folgt.

6. Februar 2021
Durch die Umstellung des Schichtmodells, sollen Wochenend- und Feiertagsarbeit in einem Betriebsteil reduziert werden. Gleichzeitig sollen Kollegen “Zusatzvereinbarungen” zu Rufbereitschaft unterschreiben. Es gibt Befürchtungen, dass sie dazu gezwungen werden können. Die Kollegen wollen keine Rufbereitschaft. “Mit Betriebsrat würde man so nicht mit Mitarbeitern umgehen”, sagt die IG Metall.

5. Februar 2021
Die IG Metall erhält Rückmeldungen, dass einzelne Führungskräfte mit KollegInnen über die Betriebsratswahl sprechen.
Wir weisen alle Kolleginnen und Kollegen darauf hin, dass erst mit der Kandidatur zum Wahlvorstand, zum Betriebsrat oder mit der Wahl zum Vertrauensmann-/frau besondere Schutzrechte bestehen. Für nähere Infos nehmt Kontakt mit uns auf.

1. Februar 2021
Die Metallzeitung berichtete auf der Februar-Ausgabe der nordhessischen Regionalseite über Wikus. Der Artikel ist hier online. Die ganze Seite kann hier angesehen werden.

27. Januar 2021
IG Metall bei Wikus im Haus. Am heutigen Tag fanden im Haus Gespräche statt, bei der die IG Metall als Rechtsvertreter beteiligt war. Die betroffenen Kollegen, deren Beschäftigungsverhältnisse Schwerpunkt dieser Gespräche waren, baten die IG Metall, als Rechtsvertreter dabei zu sein. Dieser Bitte sind wir sehr gerne nachgekommen.

26. Januar 2021
Viele Kollegen meldeten ihren Unmut über die weitere “Verpflichtung zur Mehrarbeit” für den kommenden Samstag. Hier sagte die IG Metall die rechtliche Prüfung der arbeitsvertraglichen Formulierung zu. Aber: Mit Betriebsrat wird es das so nicht mehr geben. Der Betriebsrat hat hier echte Mitbestimmung. – Egal was in Arbeitsverträgen steht.
Er kann dazu sogar Betriebsvereinbarungen mit dem Arbeitgeber verabschieden.

24. Januar 2021
Anfrage von Kollegen: Ist es in Ordnung, dass in einigen Bereichen Kollegen gefragt werden, ob sie Kurzarbeit machen möchten und in anderen Bereichen Kollegen zu Mehrarbeit verpflichtet werden? Nach kurzer Aufklärung dieser kuriosen Situation (Kurzarbeit, Mehrarbeit und Massenentlassungen) sagten wir zu, das Thema “Kurzarbeit und Betriebsrat” bei der nächsten Online-Versammlung nochmal genauer darzustellen.

21. Januar 2021
Bei der Online-Aktiven-Versammlung wurden die Themen “Kündigung mit Betriebsrat” und “Mehrarbeit und Betriebsrat” vorgestellt. Nach einigen Diskussionen wurde allen der Unterschied deutlich. Es wurde verabredet, dass viele weitere, inhaltliche Onlineversammlungen stattfinden sollen, um sich “gemeinsam schlau zu machen”.

21. Januar 2021
Die Unternehmenskommunikation von Wikus versendet per E-Email die Einladung der IG Metall an alle Beschäftigten.

18. Januar 2021
Die IG Metall schreibt die Geschäftsführung mit der Bitte an, die Einladung der IG Metall auch Kolleg*innen im Homeoffice zukommen zu lassen.

15. Januar 2021
Die IG Metall lädt zu einer weiteren Online-Versammlung am 21. Januar ein. Damit möglichst viele teilnehmen können, gibt zwei Termine (für die Früh – und Normal/Spätschicht).

14. Januar 2021
Rückmeldung, dass Samstagsmehrarbeit angekündigt wurde. Die IG Metall wird in der nächsten Online-Versammlung aufzeigen, warum das nicht rechtmäßig ist. Unmut wurde deutlich, dass nun nach Kündigungen sogar Überstunden angeordnet werden.

Kalenderwochen 2 und 3
An fast allen Stellen sind nun auch die IG Metall-Einladungen ausgehangen. Es wird jedoch zurückgemeldet, dass die in “Homeoffice” beschäftigten diese nicht erhalten haben, sondern nur über die Einladung der vier “Wikusianer” informiert wurden.

5. Januar 2021
Beschäftigte melden sich mit der Befürchtung, die Wikus-Geschäftsführung könnte der IG Metall am 19. April den Zutritt zur Versammlung verweigern. Die IG Metall stellt klar, dass sie am 19. April präsent sein wird und dass sowohl Mitglieder einer Geschäftsführung als auch leitende Angestellte nach geltendem Recht an Wahlversammlungen nicht teilnehmen dürfen.

4. Januar 2021
Die Melsunger Allgemeine (HNA) greift in ihrem Jahresrückblick die Vorgänge bei Wikus auf:

23. Dezember 2020 bis 4. Januar 2021
Betriebsferien bei Wikus – jedoch trafen dutzende Telefongespräche und Benachrichtigungen diverser Wikus-Beschäftigter bei der IG Metall ein.

22. Dezember 2020
Erste Fotos zeigen, dass die Einladung zur Wahlversammlung ausgehangen wurde.

21. Dezember 2020
Darauf entschied die IG Metall, die Tagesordnung 1:1 zu übernehmen. Außerdem schickte die IG Metall der Wikus-Geschäftsführung eine “Bestätigung der IG Metall“, dass Mitglieder im Betrieb beschäftigt sind. Dies wurde akzeptiert und das “Aushängen an den Plätzen der anderen Einladung zugesagt“.

19. Dezember 2020

Die HNA veröffentlicht in einem Artikel Rückmeldungen aus der Belegschaft zu den Kündigungen.

18. Dezember 2020
Die IG Metall versandte nach dem Beschluss eine Einladung zum gleichen Tag, aber mit leicht veränderter Tagesordnung. Daraufhin schrieb die Geschäftsführung: “Wir stellen nicht in Abrede, dass Sie als Gewerkschaft – natürlich vorausgesetzt die IG Metall ist im Betrieb vertreten – gemäß § 17 Abs. 3 BetrVG berechtigt sind, noch einmal zu derselben Betriebsversammlung einzuladen. Leider bezieht sich das uns von Ihnen übermittelte Einladungsschreiben vom 18.12.2020 jedoch nicht auf dieselbe Betriebsversammlung. Dies ergibt sich eindeutig aus der von der zeitlich vorrangigen Einladung unserer Arbeitnehmer abweichenden Tagesordnung. Das Einladungsschreiben unserer Mitarbeiter füge ich zu ihrer weiteren Information in der Anlage bei.”

17. Dezember 2020
Erste Onlineversammlung der Aktiven bei Wikus. Die IG Metall klärte auf, warum der späte Versammlungstermin so nicht rechtskonform ist. Nach dem Betriebsverfassungsgesetz gibt es keine betriebsratslosen Betriebe. Und bei Erstwahlen muss die Wahlversammlung unverzüglich stattfinden. Aber: Da die Frage nach Pandemie und Betriebsratswahlen noch nicht durchgeurteilt wurde, würde es hier zu Verzögerungen kommen, die noch hinter dem nun geplanten Wahltermin liegen würden. Die Versammlung entschied mit großer Mehrheit, dass die IG Metall zur gleichen Versammlung aufruft. Es wurde befürchtet, dass kurz vor der Versammlung wieder ein Rückzug gemacht wird. Und: Es wird angenommen, dass der späte Termin auch gewählt wurde, weil die meisten – so die mögliche Annahme – der Gekündigten zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr im Betrieb sind, und es damit nicht mehr genug Kandidaten geben könnte. Die heutige Realtität ist jedoch anders. Fast täglich melden sich Menschen von Wikus, treten online der IG Metall bei und lassen sich in die Aktivengruppe aufnehmen.

17. Dezember 2020
In der HNA_Printausgabe erscheint ein Artikel zu den Kündigungen bei Wikus und zur Einleitung der Betriebsratswahl

16. Dezember 2020
Die IG Metall erhielt ein Statement der Geschäftsführung, welches im Betrieb aushängt, zugesandt. Darin wird die Wahlinitiative der vier “Wikusianer” begrüßt, und verdeutlicht, dass auch mit Betriebsrat bezüglich der Kündigungen nicht anders entschieden worden wäre. Auch steht in diesem Statement, dass die Wahl durch die Pandemiesituation erst im 2. Quartal stattfinden kann. Hier wurde der IG Metall – durch die zeitliche Lage der Wahlversammlung – erst deutlich, warum die Initiatoren ein solch späten Zeitpunkt für die Wahl vornahmen. Es wurde so mit dem Unternehmen abgestimmt.

15. und 16. Dezember 2020
Mehrere Betroffene meldeten sich. Ehemalige berichteten, wie bereits vor zehn Jahren, durch Einschüchterung, die Wahlen zum Wahlvorstand scheiterten und damit die Betriebsratswahlen. Einige Führungskräfte und Vertraute der Geschäftsführung hätten da Stimmung gemacht. Auch wurde dort die Tariferhöhung (die die IG Metall gerade in der Metall- und Elektroindustrie abgeschlossen hatte) versprochen, wenn kein Betriebsrat zustande kommt.

Erste Kollegen meldeten sich, die einen Weihnachtsgruß von Wikus erhielten, in dem stand: “Es tut uns leid, dass wir Sie nicht weiterbeschäftigen können.” Diese Kollegen hatten aber keine Kündigung erhalten und waren sehr verunsichert.

15. Dezember 2020, am Vormittag
Die IG Metall erhielt per E-Mail Antwort von der Geschäftsführung. Darin wurde verdeutlicht, dass es durch die aktuelle Einleitung der Betriebsratswahl im Haus keinen Gesprächsbedarf mit der IG Metall gibt.

14. Dezember 2020, am Nachmittag
Die IG Metall hat bisher keine Rückmeldung der Geschäftsführung erhalten. Jedoch wurde uns ein Foto eines Aushangs zugesandt, in dem vier Wikus-Beschäftigte überraschenderweise zur Wahlversammlung am 19. April 2021 aufriefen. Erste Rückmeldungen von IG Metallern waren: “Das ist initiiert worden von der Geschäftsführung”, “Zwei von denen sind bereits Mitglieder der ‚Kommission‘ (das ist die Bezeichnung für die Arbeitnehmervertretung im Betrieb, die ohne  Mitbestimmungsrechte und ohne Einbindung als Betriebsratsersatz diente, a.d.R.), die hätten längst auch echte BR-Wahlen einleiten können. Das stinkt.”

10. Dezember 2020
Die Geschäftsführung wird schriftlich über die Einleitung der Betriebsratswahl informiert. Sie werden aufgefordert, sich zügig zurückzumelden. Dazu wurden zwei Terminvorschläge (14. und 15. Dezember 2020) gemacht. In diesem Gespräch sollte gemeinsam geklärt werden, wie unter Corona-Bedingungen zügig und unmittelbar eine Wahlversammlung stattfinden kann.
(Korrektur: Das Anschreiben ging am 11.12.20 an die Geschäftsleitung, und die Terminvorschläge waren der 15. und 16. Dezember. Danke für die Rückmeldung von Kollegen)

8. Dezember 2020
Die IG Metall führte unter Corona-Hygiene-Bedingungen eine Versammlung im Gewerkschaftshaus durch. Mehr als vier Stunden lang informieren, diskutierten und beschlossenen mehrere dutzend Betroffene und interessierte Kollegen was als nächstes zu tun ist. Die Einleitung der Betriebsratswahl wurde gemeinsam beschlossen. Die IG Metall wurde beauftragt die Betriebsratswahl einzuleiten.

3. bis 7. Dezember 2020
Täglich melden sich immer mehr Betroffene. Aber auch Menschen, die sauer sind, wie mit Ihnen bei Wikus umgegangen wird. Zudem gibt es Beschwerden zur Kürzung des Weihnachtsgelds und zu geplanten Kürzungen bzw. Änderungen des Urlaubs- und Weihnachtsgelds für 2021.

2. Dezember 2020
Die IG Metall erhält aus der Presse Informationen über die geplanten Kündigungen bei Wikus. Auch erste Betroffene melden sich direkt bei uns.